Ob Riester-Rente, Sparplan oder Target-Lösung – mit Investmentfonts sorgen Anleger für den Ruhestand vor. Welche Papiere hohe Renditen bieten. Die Aussichten erscheinen düsterer. Noch zahlen 26 Millionen Deutsche in die Rentenkasse ein – doch ihre Zahl wird immer kleiner. Während heute noch zwei Beitragszahler für einen Rentner sorgen, muss in 25 Jahren ein Arbeitnehmer für einen Pensionär aufkommen. Die Folgen liegen auf der Hand: Zusätzlich zu den bereits beschlossenen Senkungen des Rentenniveaus sind weitere Kürzungen programmiert.
Wer seinen Lebensstandart im Alter aufrechterhalten möchte, kommt daher an einer privaten Altersvorsorge nicht vorbei. Eine ideale Geldanlage sind renditestarke Investmentfonds. Sie bieten langfristig lukrative Chancen als Banksparpläne oder Versicherungen. Anleger haben bei den Produkten die Wahl: Sie können auf die Riester-Rente in der Fondsvariante setzen, auf traditionelle Fondssparpläne oder Target-Fonds.
„Wegen der staatlichen Zulagen ist die Riester-Rente per Fonds ein Muss", sagt Markus Zschaber, Geschäftsführer der Kölner Vermögensverwaltung V.M.Z. Der Staat fördert die Vorsorge – je nach Familienstand und Einkommen mit einem Zuschuss. Wermutstropfen: Weil die Fondsanbieter zum Laufzeitende den Erhalt des eingesetzten Kapitals garantieren müssen, sind die Gesellschaften in ihrer Investmentpolitik eingeschränkt. Bei langer Restlaufzeit investieren die Institute zwar den Großteil des Kapitals zunächst in bereit streuende Aktienfonds, schichten aber frühzeitig in sichere Rentenfonds um.
Der Vorteil: Verluste sind ausgeschlossen.
Ein Investment in die Produkte ist sinnvoll. So brachte etwa die Uni Profi-Rente seit 2002 bei einem 35-jährigen Verheirateten mit zwei Kindern eine jährliche Rendite von bisher 11,1 Prozent. Kein Wunder, dass das Interesse nach großen Startschwierigkeiten stark zunimmt. So stieg die Gesamtzahl der Riester-Fondssparpläne in den vergangenen zwölf Monaten von 380 000 auf knapp eine Million. Manche Anbieter nutzen dabei nur zwei Fonds, andere setzen einen größeren Teil ihrer Produktpalette ein.
„Anleger sollten sich aber nicht allein auf die Riester-Rente verlassen. Weitere Vorsorge ist dringend geboten", sagt Zschaber. Der Königsweg bleiben Fondspläne.
Ihr Vorteil: Die Investoren entscheiden selbst, welche Titel sie präferieren. Zudem können sie die gewählten Fonds jederzeit austauschen. Mit regelmäßigen monatlichen Zahlungen verhalten sich Privatanleger wie abgebrühte Börsenprofis: Sie kaufen mehr Fondsanteile, wenn die Notierungen an der Börse fallen, und weniger, wenn die Aktienkurse steigen. Eine antizyklische Investmentstrategie, die langfristig großen Erfolg verspricht.
Quelle: Capital