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Interview mit Magne Furuholmen Complicate your life!

Autor: Rose | Erstellt am: 29.03.2011 | Gelesen: 550
Kategorie: Kunst - Kultur & Religion | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Magne Furuholmen, Künstler und Keyborder der 2010 aufgelösten Pop-Band a-ha aus Norwegen

Gesine Borcherdt
11. März 2011

Magne Furuholmen, Künstler und Keyborder der 2010 aufgelösten Pop-Band a-ha aus Norwegen, fährt im Smart electric vor. Er parkt direkt vor dem Berlin-Mitte-Asiaten Monsieur Vuong, mitten im Parkverbot, wie uns später ein Strafzettel belehrt. Dass Furuholmen, blond und struppig gestylt, im türkisfarbenen Hemd und mit ebensolchen Augen, nächstes Jahr 50 wird, erscheint ebenso abwegig wie die Tatsache, dass a-has erster Hit Take on Me vor 26 Jahren Musikvideogeschichte schrieb. Was kaum jemand weiß: Furuholmen ist auch Künstler. Seit seiner Jugend zeichnet, malt und druckt er und stellt regelmäßig in Galerien und Institutionen aus. In Berlin tritt er nun mit dem Künstlerkollektiv Apparatjik auf, zu dem neben anderen Musikern wie Guy Berryman von Coldplay auch Filmemacher, ein Astrophysiker und die Kuratorin Ute Meta Bauer zählen. Nachdem die Gruppe letztes Jahr auf der transmediale.10 zum ersten Mal aufgetreten war, hatte Udo Kittelmann sie kurzerhand in die Neue Nationalgalerie eingeladen. Hier zeigt Apparatjik am 12., 26. und 27. März jeweils verschiedene, einigermaßen unvorhersehbare Performances, die eine spielerische Verbindung von Musik, Raum und Licht hervorbringen. Im Zentrum steht ein großer Kubus, in dem die Gruppe spielt – inspiriert von László Moholy-Nagys Licht-Raum-Modulator. artnet sprach mit Furuholmen über die Sehnsucht nach Chaos, die Zwänge des Erfolgs und die Tatsache, dass Morten Harket ihn bis heute nicht versteht.

Apparatjik
Berlin Transmediale Performance, 2010
Courtesy of Apparatjik

artnet: Neben Ihrer Karriere als Musiker arbeiten Sie auch als Künstler – ebenfalls in einer Gruppe, dem Künstlerkollektiv Apparatjik, das letztes Jahr zum ersten Mal auf der Transmediale auftrat und nun eine Performance in der Neuen Nationalgalerie zeigt. Können oder wollen Sie nicht alleine arbeiten?

Magne Furuholmen: Für mich ist die Idee der Kooperation sehr natürlich. Ich habe immer mit anderen zusammengearbeitet, seit meiner Jugend – nicht nur in der Band, sondern auch mit meiner Kunst. Allein beim Drucken oder beim Produzieren von Skulpturen brauche ich ja schon Hilfe.

Künstler und Popstar gleichzeitig sein, geht das überhaupt?

Ich habe lange versucht, meine Erfahrungen aus der Popmusik und aus dem Kunstbereich zu trennen. Als Celebrity wird man ja schnell kritisiert oder zumindest nicht ernst genommen, wenn man plötzlich Kunst macht. Um 2006 herum habe ich dann begonnen, mein Umfeld in meine künstlerischen Projekte mit einzubeziehen. Zunächst bei meinem ersten musikalischen Soloprojekt, da hatte ich eine Gruppe an Leuten, die mit mir arbeiteten, alle mit ganz verschiedenen Hintergründen. Ich begann, in Galerien Musik zu machen, wobei ich die Wände mit Projektionen bespielte. Wie bei Apparatjik war das alles ganz low-tech, ich benutzte beispielsweise Projektoren oder Echtzeit-Animationen. Ich mag es, den ganzen professionellen Kram wegzulassen. Für mich begann da eine mentale Reise zu dem Punkt, an dem ich fühlte, dass ich gerne künstlerisch in einer richtigen Gruppe arbeiten würde, in der ich meinen professionellen Hintergrund und Musikerkarriere gänzlich hinter mir lassen kann.

Wie ist dann die Gruppe Apparatjik zustande gekommen?

Wir kannten uns alle schon. Mit Martin Terefe hatte ich schon vorher zusammengearbeitet, als Solokünstler und mit a-ha. Mew (Jonas Bjerre, d. Red.) habe ich in Russland kennengelernt, wo ich eine Ausstellung kuratiert habe. Irgendwann kooperierten wir für eine Charity-Aktion und trafen uns in Kopenhagen, wo wir von Mitternacht bis 7 Uhr morgens einen Song schrieben und aufnahmen. Das war alles sehr spontan und frei, wir genossen die Energie, die wir einander gaben. Der nächste Schritt war dann, dass ich die Jungs nach Norwegen zum Skifahren einlud. Und innerhalb von 10 Tagen hatten wir ein Album aufgenommen. Da merkten wir, dass wir in all unseren anderen Konstellationen viel zu stark Teil der Maschine waren, die wir selbst gebaut hatten. Wir versuchten also, eine Spontaneität auszuleben, die uns sonst nicht möglich war.

Wie kam es überhaupt zu Ihrem Schritt in den Kunstbereich?

Mit 15 war ich sehr damit beschäftigt, Musik zu machen, Gedichte zu verfassen zu zeichnen. Dabei kam auch in Kontakt mit Bildender Kunst, denn ich begann, im Henie-Ons

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