
Internettelefonie ist längst den Kinderschuhen entwachsen – dank einer mittlerweile ausgereiften Technologie. Im folgenden Artikel werde ich versuchen Fragen wie z.B. Was ist
Voice-over-IP und wie Funktioniert es? Oder Welche technischen Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit so ein System auch richtig Funktioniert.
Sorgte der Begriff
„voipen" vor einigen Jahren noch für Irritation, so ist die Technologie
Voice over IP heute sowohl Anwendern im Privaten Bereich als auch Nutzern im Geschäftsleben bestens bekannt. Unklar ist allerdings den meisten Anwendern noch oft, was hinter diesem Voice over IP steckt – wie diese Technologie funktioniert; und ebenso wenig ist vielen Nutzern bewusst, dass bereits heute ein beachtlicher Teil ihrer Telefongespräche über das Internet abgewickelt wird, dies gilt vor allem für Auslandsgespräche.
Rund 30 Prozent aller Telefonate in die Vereinigten Staaten laufen z.B. über IP-Netze und nicht über Traditionelle Telefonleitungen – die Umsetzung auf
Internettelefonie findet in diesem Fall nicht beim Endkunden, sondern erst beim Provider statt, sodass der Endkunde nichts bemerkt. Der Grund:
VoIP ist für den Provider effizienter und damit weitaus günstiger als traditionelle Telefonie. Und diese Einsparungen geben die Anbieter nun auch an die Privat- und Business kunden weiter.
Das Telefonieren mit der
IP-Telefonie kann sich für die Teilnehmer genauso darstellen wie in der klassischen Telefonie. In beiden Varianten teilt sich das Telefongespräch in drei grundsätzliche Vorgänge aus: Verbindungsaufbau, Gesprächsübertragung und Verbindungsabbau. Der Unterschied ist allerdings, dass bei der traditionellen Telefongespräch eine Leitung für die Übertragung eines Gesprächs reserviert wird. Auf dieser werden die digitalisierten Sprachdaten als kontinuierlicher Datenstrom übertragen. Voice over IP setzt hingegen ein völlig anderes Verfahren ein. In Datennetzwerken werden die Sprachdateien in Pakete zerlegt und einzeln übertragen. Auf der Empfangsseite werden diese Datenpakete wieder zusammengesetzt und als Sprache ausgegeben.
Der Vorteil dieser Lösung: Die Pakete blockieren bei der Übertragung nicht eine komplette Leitung, sodass die VoIP-Anbieter ihre Netze weitaus besser nutzen können als bei der Festnetztelefonie.
Allerdings ist das Verfahren kompliziert: Die einzelnen Pakete werden nicht in einer geraden Linie vom Sender zum Empfänger gesendet, sondern gelangen auf unterschiedlichen Wegen zum Ziel – und damit nicht immer in der richtigen Reihenfolge. Ist das Datennetz stark überlastet, kommt es zu einem „Stau" im Netz, Verzögerungen bei der Datenübertragung sind die Folge und im schlimmsten Fall sogar der Verlust einzelner Sprachpakete.
Doch letztendlich ist VoIP noch immer keine Massenanwendung, de meisten Anwender telefonieren noch traditionell, so existieren Telefonfestnetze unterschiedlicher Anbieter Seite an Seite mit Datennetzwerken, die Voice-over-IP-fähig sind. Zwischen den beiden Welten stehen so genannte
Gateways als „Übersetzer". Diese Schnittstellen ermöglichen es Teilnehmern mit einem
IP-Telefon im Internet, Festnetzanschlüsse zu erreichen und umgekehrt. Dank dieser Gateways können beide Technologien –
VoIP und
Festnetztelefone parallel existieren. Und meist ist den Gesprächsteilnehmern überhaupt bewusst, dass ihr Partner über einen VoIP-Anschluss telefoniert.