Wer sich schon einmal die verschiedenen Applikationen in den sozialen Netzwerken angeschaut hat sei es bei myspace, netlog, skyrock oder beim Klassenprimus facebook, der wird im Laufe des Spiels irgendwann an die Stelle gelangen, wo ihm oder ihr subtil die Möglichkeit schmackhaft gemacht wird mit richtigem Geld ein Spielelement zu erwerben, dass der Spieler niemals mit seinen Händen fassen wird.
Am Pokertisch kann das ein Bierchen sein, dass der geneigte Gentleman seinen Mitspieler spendiert. Dieses wandert dann schön animiert von der Mitte des Tisches zu den Spielern, die sich artig dafür im Chat bedanken. Besser für die Leber ist das so allemal. Der Geldbeutel allerdings wird mittels Kreditkarte zur Ader gelassen.
In den zahlreichen Farm-, Kaffee-, Zoo- und Geschäftsspielen sind es Tiere, Gadgets oder ähnliches, die das eigene Spielfeld aufwerten und die (virtuellen) Freunde neidisch machen. Und damit wären wir beim „sozialen" Element, dieser Spiele. Möglichst viele Freunde sollen eingeladen werden, dies wird honoriert. Der Schneeball muss ans laufen kommen! Denn – was hier geschieht ist ein Massengeschäft auf den einzelnen Spieler herunter gebrochen, bleibt nicht viel hängen also müssen Massen her. Solange ein Spiel noch ein Hype ist, nutzt man es am besten direkt auch, um das nächste Spiel an den Start zu bringen. Denn eins ist klar wenn der Hype nachlässt und die Freunde genervt sind von den permanenten Werbepublikationen des Spiels im sozialen Netzwerk, dann ist bald Zeit für etwas neues. Wobei neu nur die Verpackung ist, aber der Mechanismus im Inneren der gleiche bleibt.
Gekaufte Selbstdarstellung mit Hilfe von Web 2.0 und Ajax. Und es scheint zu funktionieren, hinter vor gehaltener Hand wird berichtet, dass im Jahr 2009 die eine Milliarde Dollar Grenze geknackt wurde. Selbst Analysen fragwürdiger Qualität über diese Applikationen erzielen zur Zeit Höchstpreise. Beobachten wir es weiter und sagen solange Prost 2.0 !