Die "Beton Kemmler GmbH" aus Tübingen-Hirschau macht ihrem Namen als Schrittmacher für das zukunftsweisende Bauen in Baden-Württemberg alle Ehre: Nach Abschluss eines zweijährigen Forschungsprojekts bringt das Unternehmen aus der Kemmler-Gruppe eine innovative und bislang einzigartige Heiz- und Kühldecke auf den Markt.
In vielen Neubauten wird man wohl künftig vergeblich nach Heizkörpern suchen, denn diese werden sich in der Decke befinden. Möglich macht dies eine einfache Idee, deren Umsetzung allerdings wegweisend für eine ganze Branche ist: Bereits bei der industriellen Produktion der Deckenplatten im Fertigteilwerk werden Geflechte aus dünnen Kunststoffrohren, sogenannte Kapillarrohrmatten, mit in die Decke eingearbeitet.
Während herkömmliche Fußboden- und Deckenheizungen mit einem wesentlich größeren Aufwand erst direkt auf der Baustelle verlegt und mit Beton vergossen werden müssen, liefert Beton Kemmler seine Kapillarrohrdecken bereits als vorgefertigte Bausegmente auf die Baustelle. Dort lassen sie sich problemlos zusammenfügen und werden mit einer ausgeklügelten Ventil- und Regelungstechnik versehen. Die thermoaktiven und energieeffizient arbeitenden Heiz- und Kühldecken liefern ein perfektes Raumklima - und bieten auch sonst jede Menge Vorteile.
Beton ist ein guter Wärmeleiter und verfügt aufgrund seiner Masse auch über ein enormes Wärmespeicherverhalten. Daher ist Beton ein idealer Baustoff für Heiz- und Kühlsysteme. Bereits in der Vergangenheit nutzte Beton Kemmler dieses Wissen und baute Kunststoffrohre mit größerem Durchmesser in Betonfertigteilwände ein, um den Beton von innen heraus zu erwärmen.
Dieses als "Betonkernaktivierung" bekannte Verfahren wurde durch den Einsatz der aus Spezialkunststoff gefertigten Kapillarrohrmatten im Rahmen eines zweijährigen KMU-Forschungsprojektes weiterentwickelt und wesentlich verbessert. Aus Sicht des Betonfertigteil-Herstellers erfüllen die industriell produzierten Heiz- und Kühldeckenden stärker werdenden Bedarf an modernen und energieeffizienten Bauteilen optimal. "Aufgrund der langsamen Ansprechzeiten war die Bauteilaktivierung bisher für viele Gebäude nicht einsetzbar", sagt Beton Kemmler Geschäftsführer Heimrich, "unser Bauteilaktivierungssystem vereint dagegen die Vorteile eines schnellen Ansprechverhaltens mit einer hohen Energieeffizienz und großer Leistung zu günstigen Kosten".
Beton Kemmler GmbH
www.betonkemmler.de