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Innovation - damit es uns gut geht

Autor: Lackner | Erstellt am: 18.01.2011 | Gelesen: 546
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Innovationen beleben die Wirtschaft und der Umsatz freut sich

Wie viel Verrücktheit geht noch?
Wie viel Verrücktheit geht noch?
Innovationen beleben die Wirtschaft. Der Umsatz freut sich: Innovative Blähbauchreduzierjoghurts, Anti-Aging-Pillen, Laubsauger, Turboderivatzertifikate zum Leerverkaufbonus buhlen um die Gunst der Zeitgeistkonsumler und haben die Massel, dass es so viele davon gibt, welche sich für ihr (oder anderer) Geld mit all diesen Bereicherungen das Leben entlangweilen.

Lachen sie jetzt nicht - lesen, schauen, hören sie Werbung. Dann wissen sie, eine umfassende Aufzählung der Innovationen aus den Denkstätten der Konzerne würde auf keiner Klopapierrolle Platz finden.

Nur destruktive Miesmacher meinen dazu, es geht bei 99% der Innovationen nicht um irgendeinen Nutzen für den Verbraucher, sondern um Boni der Konzernmanager, um innovative Marketingschmähs, um Täuschung und Irreführung durch Vorgaukeln irgendwelcher obskurer Mehrwerte. Und, die wirklichen Innovationen der letzten 100 Jahre könnte man mit den Fingern von vier Händen aufzählen. Gut und gerne, der große Rest wäre weitgehend unnützer Klamauk.

Gut, dass diese Miesmacher in der Minderheit sind. Andererseits müsste man sich große Sorgen um das Wachstum und um unseren Wohlstand machen.

Für den Wohlstand gibt es da noch die Globalinnovationen, die Neuseelandäpfel, Irlandbutter, Flaschenwasser aus Weitweg, Kanadatomaten, Andenpflaumen, Bio-Birnen aus Argentinien, Südafrikatrauben. Und noch viele Hunderte dieser Wachstumstreiber. Natürlich gibt es auch hierzu Meckereien von Lokalpredigern, welche sich darüber mokieren, dass diese Produkte eine Fernreise um die halbe Welt machen und diese kompromisslos verdrecken und dabei lärmen und stinken – und, dass diese Produkte keiner braucht. Die Nörgler behaupten auch gerne, dass ein klassisches Frühstück bereits 10.000 Kilometer und mehr hinter sich haben kann, bevor es am Frühstückstisch landet.

Was sie dabei außer Acht lassen, sind die Arbeitsplätze in der Ferne und beim Transport. Dabei geht es nur um Solidarität mit anderen Kulturen.

Und da wären noch die Events, sogenannte Ereignisinnovationen. Überall einsetzbar, im Kindergarten, in der Schule, beim Sport, bei der Hochzeit, bei der Scheidung, im Sport, bei Reisen, im Tourismus, im Stadtmarketing, in der Gastronomie, bei Festen aller Art, bei Kunst und Kultur, in den Medien, bei Messen und bei der Ernährung.

Firmenjubiläum oder Straßenwettkampf im Weihnachtsbaumweitwerfen - ohne Eventprofis geht gar nichts.

Aber natürlich gibt es auch hier die Besserwisser. Sie reden von Schnickschnack und Halligalli bis zum Umkippen. Vieles sei so blödsinnig wie Kopfstandunterwasserschach, beleuchtet mit Unterwasserspotlights, welche im Rhythmus eines Lady-Gacka-Hits gackern – Pardon, flackern.

Und diese Gscheiterln sind kaum vom Gegenteil zu überzeugen, obwohl viele dieser Events garantiert umweltfreundlich und solarbetrieben organisiert werden. Alles natürlich, im Zeitgeist, Bio und zertifiziert.

Damit es uns allen besser geht.

Schwer zu finden im Buchhandel. Rar wie die blaue Mauritius – aber (noch) nicht so teuer: „Wie viel Verrücktheit geht noch? Warum die Welt so ist, wie sie ist." oder www.h-eureka.com/wv.htm
 
 
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