Die persönliche Widerstandsfähigkeit ist von Person zu Person verschieden. Psychologen haben eine Unterteilung in Typ A und Typ B vorgenommen: Personen vom Typ A sind aggressiv, ungeduldig und suchen die Konfrontation. Sie sehen Stress als eine Möglichkeit der Selbstbestätigung. Der Typ B hingegen ist gelassener und entspannter in seinem Verhalten. Stress lässt die Konzentrationen des Überträgerstoffes Noradrenalin in die Höhe schnellen. Daraus resultiert ein Gefühl des Selbstvertrauens und der freudigen Erregung, wie sie beim Typ A auftritt. Typisch für diese Personen ist es, dass sie anstehende Arbeiten bis zur letzten Minute hinausschieben und die dadurch entstehende Spannung erst als richtiges und motivierendes Arbeitsklima empfinden.
Der Typ A treibt sich selbst in eine Situation, wo er erst durch einen enormen Kraftakt anstehende Probleme löst. Für diesen Typ besteht aber die Gefahr der Dekompensation dann, wenn er von unerwarteten Krisen oder Problemen überrascht wird. So ein Verhalten führt auch zu einem unnötigen Stress für Mitmenschen oder Arbeitskollegen. Aber auch andere Aspekte der Persönlichkeit können Stress verursachen. So zum Beispiel Perfektionismus: Auf der Jagd nach Perfektion und unerreichbaren, hohen Standards setzt er sich einer extremen Stresssituation aus. Ebenso sind Personen, die sich selbst nicht ausreichend wahrnehmen und ihre eigenen Bedürfnisse nicht erfüllen, stressgefährdet. Ständig damit beschäftigt, es anderen recht zu machen, hat der typische „Ja- Sager" eine enorme Sehnsucht nach Anerkennung und Wertschätzung, ist häufig schlampig in seinem Verhalten und kommt dadurch unter enormen Stress. Aber auch jene Typen, die unter ständiger Angst leiden, finden sich häufig in Stresssituationen wieder. Angst, die häufig damit verbunden ist, dass Dinge außer Kontrolle geraten könnten, führt zu einer negativen Lebenseinstellung und negativer Erwartungshaltung, die meist ein negatives Ergebnis nach sich zieht.
Erlebt ein Mann zum Beispiel zwei oder dreimal Erektionsprobleme, kann durch seinen selbst erzeugten, innerlichen Stress eine erektile Dysfunktion (Impotenz) begünstigt werden. Setzt er sich aber nicht unter Druck, greift bei Bedarf auf ein Potenzmittel aus der
Versandapotheke zurück und sieht die ganze Sache entspannter, wird das Ergebnis ein wesentlich anderes sein. Der umweltbedingte Stress hingegen ist nicht so leicht beeinflussbar. Häufige Umweltfaktoren, die unangenehme oder abstoßende Auswirkungen haben können, sind beispielsweise Lärm, niedriger hygienischer Standard, Umweltverschmutzung, Menschenansammlungen und der Verlust der persönlichen Intimsphäre. Aber auch ernährungsbedingte Faktoren können zu einem stressvollen Leben beitragen. Häufig ist man sich dieser Stressoren nicht bewusst: Koffein steigert die Stresshormonausschüttung, stört den Schlaf und führt zu Gereiztheit sowie Ablenkbarkeit. Und Zuckerbomben in Form von Süßigkeiten oder Schokolade sorgen auch nur kurzfristig für einen Energieschub.