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Innere und äussere Schönheit - Ecotopia auf Ithaka schafft sie nebenbei

Autor: RolfBrunner | Erstellt am: 27.05.2011 | Gelesen: 617
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Ein Gang zum Schönheitschirurgen und der Griff zu Psychopharmaka sind schnell und wirksam. Aber wer dauerhaft Körper und Seele vereint halten will muss mehr tun.

Das gesamte Umfeld so gestalten, dass Zufriedenheit, Wachheit, Ausgeglichenheit und Lernbereitschaft bis ins hohe Alter sich mit gesundem Lebensstil, körperlicher Fitness und natürlicher Schönheit paaren – das ist der ehrgeizige Ansatz dem sich eine handvoll unternehmerischer Menschen auf 37500 m² der Insel des Odysseus verschrieben haben.

Ganzheitliches Denken und Handeln ist in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt aus der Mode gekommen. Die Probleme werden isoliert betrachtet und gelöst. Burnout? Dafür gibt es Therapeuten. Zu viel Fett angesetzt? Lass ich mir absaugen. Schlafstörungen? Schlaftabletten. Stirnfalten? Botox.

Wir haben Geld aber keine Zeit es überlegt auszugeben. Wir arbeiten hart und „kaufen" uns Entspannung. Das geht auch anders sagt der Initiator von Ecotopia auf Ithaka. Schon mit 36 war er nach einer Blitzkarriere „ausgestiegen". Seine nun über dreissigjährige Erfahrung mit einem grundsätzlich anderen Lebensstil sollen nicht verlorengehen. Privat hat er 37500 m² wundervolle Natur auf der Insel Ithaka erworben um sie zu bewahren.

Das ist das Erste. Der Mensch braucht ein „Revier" um sich wohlzufühlen. Bei Ecotopia hat jeder einen Lebensraum von 4125 m².

Das Zweite ist: der Mensch braucht Gemeinschaft. In jeder Gemeinschaft gibt es neben dem Revierstreben auch das Rangstreben. Eine Gruppe funktioniert nur wenn sie ihre Struktur „gefunden" hat. Daher ist aus gruppendynamischen Gründen die Zahl der Mitglieder dieser Eigentümergemeinschaft auf neun begrenzt. Diese Überschaubarkeit intensiviert die Beziehungen und macht unvermeidbare Konflikte lösbar.

Diese zwei Punkte sind die basics. Dazu kommt ein durchdachtes Gesamtkonzept dessen einzelne Teile eng verzahnt und aufeinander abgestimmt sind.

Schon die Einzeller „wussten": Autarkie und ein gleichzeitiger Stoffwechsel sind das Leben. Das gilt bis heute. Soviel Autarkie wie möglich und soviel Kontakt zur Umwelt wie nötig, das sind die beiden weiteren Grundprinzipien von Ecotopia auf Ithaka. Und siehe da: die Beziehungen zur Aussenwelt werden intensiver und hochwertiger. Man „verzettelt" sich nicht mehr. Man „verliert" sich nicht mehr im Konsum.

Wir sind unabhängig von der öffentlichen Stromversorgung. Unsere Energie kommt direkt von Sonne und Wind. Wir sind unabhängig von der öffentlichen Wasserversorgung. Regenwasser und ein ausgeklügeltes Wassermanagement machen das möglich. Strassen zerschneiden unser Land nicht. Die Autos parken ausserhalb. Keine Zäune und Mauern begrenzen das Gefühl der Weite das typisch ist für Ecotopia. Die Stille ist so intensiv, dass man versteht was mit PAN gemeint ist. Sie vereint den unabgelenkten Geist nach innen. Die Ruhe ist zunächst beunruhigend weil man leicht eine Leere empfindet die im gewohnten Umfeld geräuschvoll ausgefüllt wird. Die Seele erholt sich aber schnell und „baumelt" sich „pendelnd" ein.

Der Horizont mit den weissen Segeln ist weit. Himmel und Meer werden im Sommer ununterscheidbar eins. Die Italienfähren scheinen am Himmel zu schwimmen. Kein Schritt gleicht auf den „monopatia" dem nächsten. Man hat das Auto abgestellt. Man geht zu Fuss. Der Untergrund ist abwechslungsreich und die Landschaft parkartig.

Jeden Tag arbeitet man ganz selbstverständlich ein wenig körperlich. Dann geht man schwimmen. Dieser Rhythmus wiederholt sich mehrmals täglich so man will. Und man will. Ganz selbstverständlich werden die Kleider abgelegt. Wind und Sonne streicheln und wärmen. Der Nachmittagsschlaf wird selbstverständlich. Die südliche Siesta ist natürlich. Der Biorhytmus folgt dem Licht. Früh aufstehen. Zweimal täglich schlafen. Nachts neu leben.

Sternennächte ohne Lichtsmog. Auf dem Rücken liegen und sicher sein: die Sternschnuppe zum passenden Wunsch kommt sicher. Die äussere Schönheit folgt auf Ecotopia der inneren Schönheit. Das ist unser Luxus: Weniger ist Mehr.

Rolf Brunner
 
 
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