Als mittelständisches oder großes Unternehmen ist man nicht automatisch auf der Erfolgsschiene. Angesichts internationaler Konkurrenz und zahlreicher Anbieter im Internet müssen heute viele Unternehmen richtig strampeln. Viele Konkurrenten versuchen über Dumpingpreise, einen Teil des Marktes abzugraben. Damit werden auch Qualitätshersteller aus dem Mittelstand vor Probleme gestellt. Die Zahl der Insolvenzen steigt.
Vielfach ist schlechtes Forderungsmanagement der Grund. Viele Kunden bedeuten zwar viele Aufträge - beim Bezahlen scheidet sich jedoch die Spreu vom Weizen. Man hat heute viele Wünsche, die den Nettoverdienst manchmal übersteigen. Sparen ist verpönt. Es lohnt sich auch nicht mehr. Nicht jeder verfolgt heute noch das Dagobert-Duck-Prinzip, dem zu Folge man jeden Cent dreimal umdreht statt ihn auszugeben. Man gönnt sich heute schon in jungen Jahren alles, wonach das Herz verlangt - egal, ob man es später bezahlen kann oder nicht. Nicht immer allerdings steckt böser Wille dahinter. Schließlich können auch eine Lebenskrise, ein Todesfall in der Familie, schwere Erkrankung oder der Verlust des Jobs einen plötzlich vor Finanzprobleme stellen. In so einem Fall denkt man an alles Mögliche - nur nicht an die Firma, der man noch Raten schuldet. Die Mahnungen stapeln sich, die Schuldensumme wird zunächst verdrängt. Doch oftmals ändert man damit gar nichts, sondern verschlimmert das Problem noch. Denn irgendwann nun wird in der Regel ein
Inkassounternehmen eingeschaltet, das die Forderungsbeitreibung übernehmen soll. Bevor ein Inkasso erfolgen kann, müssen erst weitere Mahnungen erfolgen, damit der Kunde seine offen stehenden Rechnungen begleicht. Das Verfahren würde die Kapazitäten des Unternehmers sprengen. Er muss Personal-Ressourcen dafür einsetzen, sein Kerngeschäft voranzutreiben - nicht aber, um Außenstände einzutreiben. Dafür gibt es schließlich Profis - und mit denen möchte man als Kunde eigentlich niemals zu tun haben. Zu viel hat man von Wildwest-Manieren und kriminellen Methoden des Geldeinreibens gelesen. Allerdings: Wenn jemand dauerhaft nicht bezahlt, dann muss er sich nicht wundern, wenn irgendwann ein Gerichtsvollzieher vor der Türe steht.
Seriöse Inkassounternehmen möchten natürlich nicht mit Gangstertypen verglichen werden. Ihre Arbeit gleicht eher der von Rechtsberatern und Kassierern. Presseberichte über unseriöse Praktiken in der Branche verhehlen, dass es sich um wenige schwarze Schafe handelt, wie sie in allen Branchen anzutreffen sind. Sie diskreditieren mit ihrem Tun nur sich selbst. Die Inkasso-Branche beweist seit 1859, dass sie in Sachen Forderungsmanagement, Forderungsbeitreibung und Inkasso unverzichtbarer Bestandteil des Wirtschaftslebens ist. Ohne Inkassobüros wären im Jahr 2009 etwa vier Milliarden Euro in den deutschen Unternehmen nicht realisiert worden. Diese Außenstände hatten bereits das klassische Mahnverfahren durchlaufen und keine Zahlung nach sich gezogen. Eine beachtliche Summe! Stellt man die Geldsumme dagegen, die die Leistungen der Inkassounternehmen für ihre Erfolgsbilanz von den Auftraggebern kassierten, bleibt ein hoher Betrag an Gewinn übrig. Und: Zahlreiche Beinahe-Insolvenzen konnten aus den Geschichtsbüchern gestrichen werden. Die modernen Inkassounternehmen beraten Firmen heutzutage auch, bevor es dazu kommt!
Man kann bereits im Vorfeld von Problemen viel dazu tun, dass Kunden zeitnah bezahlen. Mit den richtigen Maßnahmen wird die Liquidität beträchtlich erhöht. Dank der Beratungsleistungen und des Forderungsmanagements der Inkassounternehmen schrumpft der Mahnstapel. Bei der Bank ist man zufrieden, weil die Kredite abgezahlt statt erhöht werden.