Canaima in Venezuela
Venezuela ist eines der beliebtesten Reiseländer in Südamerika. Venezuela ist so abwechslungsreich wie ein ganzer Kontinent und selbst bei mehrwöchigen Reisen nicht langweilig.
In Venezuela gibt es verschiedene Möglichkeiten sich fortzubewegen, bequem per Flugzeug, günstiger im Bus und wer es abenteuerlich mag und gerne Land und Leute kennenlernen möchte im Sammeltaxi. Das ganze Land ist mit Posadas und Hotels überzogen und eignet sich perfekt für mehrwöchige Individualreisen.
Zu den schönsten Regionen in Ostvenezuela gehört das Orinokodelta, ein Flusslabyrinth, in den man sich nur mit Kanus fortbewegen kann. In diesem verzweigten Flusssystem gibt neben den Warao Indianern, die Ureinwohner dieser Region, Jaguare, Pumas, Ozelote, Kapuzineraffen, Brüllaffen, Seehunde, Wellensittiche, Papageien, Tukane, Kormorane, Falken, Schnepfen, Adler, Kolibris, Anakondas, Boas, Giftschlangen, Koralschlangen, Leguane, Schildkröten, Piranhas, Mantas und Kaimane. Diese einzigartige Landschaftsform ist ideal für alle Naturliebhaber, Botaniker und Ornithologen. An den Flussarmen des Deltas gibt es verschiedenste authentische Camps, in denen man perfekt in den Dschungel lauschen und bei den Tagestouren unvergessliche Fotos schießen kann. Piranhas angeln, der Besuch einer Büffelfarm und eine Dschungelwanderung sind nur einige vieler Highlights.
Eine weitere traumhafte Landschaftsform ist der Canaima Nationalpark in der Gran Sabana, mit dem weltgrößten Wasserfall „Salto Angel". Eines der schönsten Naturspektakel ist der über 900 m hohe Angelfall, den man bei einem Überflug bestens vor die Linse bekommt. Die Touren im Canaima Nationalpark zum „Salto Angel" werden von den Pemon Indianern, den Ureinwohnern dieser Region, geführt. Die Fahrten in den Einbäumen bei den Touren sind wahre Abenteuer und Erlebnisse, die unvergessen bleiben.
Das dritte große Highlight in Ostvenezuela ist der Roraima, ein Tafelberg mit über 2800 m Höhe. Die Besteigung des Roraima gilt als eines der größten Abenteuer unter Kletter- und Trekkingfans, doch mit zahlreichen endemischen Arten und Felsformen, die schon seit Jahrtausenden bestehen, ist diese Bergbesteigung etwas ganz Besonderes.
Neben diesen Naturlandschaften in
Venezuela gibt es weiter westlich eine ganz andere Klimazone, mit gemäßigtem kühlerem Klima, genau der Gegensatz zum warmen Osten. Das Landschaftsbild in Merida prägen die Anden, mit fast 5000m Höhe ist der Pico Bolivar der höchste Berg und bietet für Kletterfans eine Bergbesteigung der ganz besonderen Art. Hier in Merida gibt es neben traditionellem Handwerk viele Möglichkeiten für Trekking und es besteht die Möglichkeit die venezolanische Kultur näher kennenzulernen.
Als weitere Reisetipps sollte man neben dem Llanos, eine savannenartige Landschaft mit mehr als 350 Tierarten, das Korallenarchipel Los Roques, sowie die herrliche Altstadt in Ciudad Bolivar nicht verpassen.
Als Gepäck sollte man am Besten einen Wanderucksack mit Regenjacke, Mückenspray und Trekkingschuhe mitbringen.
Nicky Richter