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Individuelle motorunterstützte Bewegungstrainingssysteme

Autor: OKromat | Erstellt am: 03.01.2010 | Gelesen: 1260
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Innovative Trainingssysteme im Heimbereich für die Anwendung nach einem Schlaganfall, bei neurodegenerativen Erkrankungen, Arthrose und Tremor

Der Fingerwave
Der Fingerwave

Zusammenfassung:

Die move it GmbH stellt drei neue innovative Trainingssysteme vor, die ein regelmäßiges Training in häuslicher Umgebung als Folge- oder Zusatzergänzung zur ärztlichen oder therapeutischen Versorgung nach einem Schlaganfall, bei neurodegenerativen Erkrankungen, Arthrose oder bei z.B. einem Tremor ermöglichen.

Diese Systeme schließen nun endlich die Lücke zwischen dem aktuellen Stand der Forschung, die den positiven Effekt von regelmäßigem Bewegungstraining herausstellt und der Verfügbarkeit von entsprechenden technischen Trainingseinheiten, die auch für den Großteil der Betroffenen erschwinglich sind.

Hierbei bewegen die Systeme nach einer einzigartigen zum Patent eingereichten Methode die Patienten und nutzen so das Potential aktiv den Bewegungsapparat zu beeinflussen. Hiermit wird ein Weg eröffnet, verloren gegangenes neu zu erlernen oder zurück zu holen.

Historie:

Hatte man eine Schlaganfall oder eine neurodegenerative Erkrankung, so hieß es noch vor einigen Jahren: „Verlieren heißt Verloren" und meinte damit, dass eine verloren gegangene Fähigkeit nicht wieder zu holen sei.

Heute ist man einen großen Schritt weiter und weiß zumindest, dass bei Defiziten in der Bewegung Bewegungstraining einen großen Profit für den Patienten bedeutet. So sagt man heute z.B bei neurodegenerativen Erkrankungen „use it or loose it" und meint damit, dass durch die dauernde Ausübung einer Bewegung die Bewegung erhalten oder ihr Verlust aufgeschoben werden kann.

Manche sagen sogar, dass durch das richtige Training verloren gegangene Bewegungsmuster neu erlernt oder zurückgeholt werden können. Hierbei hat man in den letzten Jahren gelernt, dass das Gehirn deutlich flexibler aufgebaut ist, als gedacht. So können Aufgaben von abgestorbenen Gehirnteilen von den noch aktiven übernommen werde. Zwar ist die Bewegung nicht so perfekt wie in der Vergangenheit, aber die Lebensqualität ist um einiges größer, als ganz ohne diese Bewegung.

Eine wichtige Rolle bei der Erhaltung oder beim Neu-erlernen einer Bewegung scheint hierbei die sich wiederholende Bewegung mit hoher Frequenz (Wiederholtrate) zu sein.

Erfahrungen mit Bewegungstherapie:

Dass die Bewegungstherapie bei bestimmten Erkrankungen eine positive Wirkung hat, steht außer Frage. So ist die Physiotherapie und Ergotherapie aus der Behandlungsfolge nach z.B. einem Schlaganfall nicht mehr wegzudenken.

Auch hier spielen die repetativen Bewegungen, allerdings bei niedriger Frequenz, eine große Rolle. So wird z.B. ein Körperteil bei der Physiotherapie auf die immer selbe Weise durch den Therapeuten bewegt oder der Patient wird angehalten, ein und dieselbe motorisch schwierige Bewegung zu wiederholen.

Bei besonders schweren Fällen werden Maschinen, wie die Gangmaschine oder ein Exoskeleton eingesetzt. Hierbei wird z.B. die gangunfähige Person in die Maschine eingehängt und die zu erlernende Bewegung immer wieder wiederholend mit großem Erfolg für die Patienten ausgeübt. Diese Maschinen haben eine durch Studien nachgewiesene positive Wirkung, sind aber nur in einigen speziellen Kliniken oder Praxen zu finden.

Aber auch mit einfachen Geräten sind außerordentliche Ergebnisse zu erzielen. So nannte die US-Klinik in Cleveland die Ergebnisse von Dr. Alberts eine der wichtigsten Erkenntnisse für Parkinsonpatienten in 2009. Dr. Alberts beobachtet Patienten, die mit hoher Trittfrequenz auf einem Tandem als „Sozius" mitgenommen wurden. Hierbei gab es zwei bemerkenswerte Dinge:
  1. Das Zittern der Patienten, ein Symptom der Krankheit, nahm ab oder verschwand zeitweise ganz
  2. Die Beweglichkeit der Patienten mit Tandem war besser als die der Vergleichsgruppe ohne Tandem

Erstaunlich war weiterhin, dass der positive Effekt nur klar zu sehen war, wenn die Patienten mitgenommen worden sind und nicht, wenn sie selber fahren.

Auch ist bei Parkinson-Patienten bekannt, dass nahezu komplett bewegungsunfähige Personen durch Training z.B. auf einem Laufband das Gehen wieder erlernen können. Aus all diesen Beispielen lernt man, dass Personen mit Bewegungseinschränkungen geholfen werden kann, wenn auf sie Bewegungen durch dritte Personen oder durch motorunterstützte Bewegungssysteme in hoher Frequenz ausgeübt werden.

Das Paradoxon:

Es gibt solche motorunterstützte Bewegungssysteme in einigen wenigen Kliniken und Praxen. Da diese Maschinen aber Anschaffungskosten im 6-stelligen Bereich haben, kommen nur wenige in den Genuss einer solchen neuen Behandlung. Werden die Patienten wieder in den Heimbereich entlassen, bleibt zum weiteren Training nur der bekannte Gummiball oder andere „altmodische" Hilfsmittel.

Dies liegt zum einen an der teuren Zulassung medizintechnischer Geräte, aber auch daran, dass bisher niemand eine Technologie zu akzeptablen Kosten innovativ für den Privatanwender entwickelte. Dabei ist auch bekannt, um wie viel besser sich der Patient mit dem richtigen Training auf Tagesbasis entwickelt und das geht natürlich am besten zu Hause.

Geräte für den Heimanwendungsbereich:

Was sollte nun ein solches System können, das Patienten mit Bewegungseinschränkungen unterstützt:
  1. Es sollte die repetative Bewegung beherrschen
  2. Es sollte klein sein
  3. Es sollte einen für Privatanwender tragbaren Preis haben
  4. Es sollte einen Fokus auf Sicherheit legen
  5. Es soll genügend Kraft haben, um auch die Körperteile zu bewegen und das in
  6. Hoher Wiederholrate, die man allein vielleicht gar nicht mehr erreicht
  7. und dies am besten noch in Bewegungsmustern, die nicht vorhersagbar sind

All diese Eigenschaften werden von den Geräten der move it GmbH erreicht. Die move it GmbH bietet im Moment drei Geräte zum heimischen Training an:

Den Fingerwave:

Bewegungssystem für die Finger

Die Bewegung durch den move it Fingerwave gleicht einem Klavierspiel – nur mit dem Unterschied, dass die Tasten die Finger bewegen. Die Fingerspitzen ruhen auf individuell einstellbaren Zahnstangen, die sich mit Hilfe eines Motors auf- und abbewegen. Die Bewegung lockert und entspannt die Finger, fördert deren Durchblutung und stimuliert Nerven und Muskulatur. Langfristig kann durch passive Bewegung die Geschicklichkeit beim Greifen und Halten sowie in der Gestik wieder hergestellt werden.

Der move it Fingerwave bietet mehrere Programme, die je nach vorhandener Fingerfertigkeit angewendet und miteinander kombiniert werden können. Die Bewegungsmodi reichen dabei von wellenartiger Auf- und Abbewegung, bis zur Wechsel- und Zufallsbewegung einzelner Finger, die variabel in Höhe und Geschwindigkeit mobilisiert werden.

Den Armspin:

Bewegungssystem für Oberarm und Schulter

Im Bewegungsablauf mit einem Handbike verwandt, werden durch Rotation vor dem Oberkörper die Arm- und Schultergelenke bewegt und mittels Beugen und Strecken die Muskulatur in Unter- und Oberarm trainiert. Die Arme erfahren einerseits eine bessere Beweglichkeit. Andererseits werden zusammen mit der Stärkung der Muskulatur auch die Pendelbewegungen für die Ausbalancierung des aufrechten Ganges gefördert.

Ein Motor treibt die Bewegung von Armen, Schultern und Teilen des Oberkörpers an. Mehrere Programme von langsamer, mittlerer und schneller Rotation, intervallartiger Drehbewegung bis hin zu einer 40-minütigen Abfolge verschiedener Übungen bieten ein sehr breites Spektrum an Therapiemöglichkeiten.

Den Handtwist:

Bewegungssystem für Hände und Handgelenke

Die move it Handrüttelmaschine Handtwist bewegt Hände und Handgelenke: Zwei voneinander unabhängige Motoren im Inneren des Gerätes versetzen zwei Kurbeln in eine 180°-Drehbewegung. Sanftes Rütteln stimuliert und kräftigt Muskelpartien in der Hand, um das Handgelenk bis in den Arm. Patienten mit einem erhöhten Tonus oder Tremor spüren eine angenehme Wirkung schon bei der ersten Anwendung: Die Hände lockern sich, vorhandene Verspannungen und Verkrampfungen werden gelöst.

Der move it Handtwist bietet mehrere Bewegungsprogramme, die je nach Fähigkeit und Therapieziel einzeln angewendet oder nacheinander kombiniert werden können. Die Leistungsstufen reichen von langsamer, mittlerer und schneller Bewegung, intervallartiger Stimulation bis hin zu einer 40-minütigen Abfolge verschiedener Übungen.

Zusätzlich zum Training der Hände hat der Handtwist einen sehr positiven Effekt bei zitternden Händen (Tremor). Diesen Effekt kann man sofort nach dem Training fühlen und messen. Die Messungen die ein zeitweises Verschwinden des Zitterns nach dem Training dokumentieren sind bei Kontakt der move it GmbH erhältlich.

Weitere Informationen zu den Produkten findet man auf der Homepage der move it GmbH: www.move-it-med.com
 
Dr. Oliver Kromat
 
 
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