Ausgewogene Zielprinzipien
Neben der Formulierung von Strategien als Umsatz-, Marktanteils- und Ertragsziele müssen auch Finanzierungsziele wie Cashflow-Relationen, maximaler Verschuldungsgrad oder Kapitalumschlagwerte definiert werden. Die Finanzziele müssen flexibel an neue Gegebenheiten wie beispielweise Beschäftigungsgrad, Zahlungsbedingungen, Preisänderungen u.a. angepasst werden.
Das Rentabilitätsziel bedeutet, soweit wie vertretbar (unter Umständen auch Nutzung von risikoreichen Leverage-Effekten), nur rentable Geschäfte zu machen. Das Liquiditätsziel hat als Finanzierungsgrundsatz bei der Gefährdung der Zahlungsfähigkeit absolute Priorität. Die Variabilität zielt auf Absicherung der Beweglichkeit (Elastizität, Dispositionsfreiheit) von Mittelherkunft und -verwendung. Das Finanzierungsprinzip der Sicherheit zielt auf Risikominimierung, Haftungsbeschränkung und Unabhängigkeit.
Speziell zur Indikatoranalyse im Rahmen von Wissensbilanzkonzepten gibt es eine Reihe von Veröffentlichungen von Jörg Becker, z.B.: Management-Cockpit der Wissensbilanz –2009, ISBN 9783837046540Mit der Festlegung von Finanz- und Wachstumszielen ist die Aufgabe des strategischen Managements aber keineswegs schon abgeschlossen. Mit Hilfe von Performance-Kennziffern der Balanced-Scorecard und Wissensbilanz wie -Marktanteile, Mitarbeiterfluktuation, Kundenzufriedenheit, Verspätungen in Produktion und Lieferung u.a.- können Manager rechtzeitig erkennen, wo noch Lücken zu den Kernzielen ihres Unternehmens bestehen. Die Balanced Scorecard und Wissensbilanz schlagen eine Brücke zwischen rein finanzwirtschaftlicher Analyse und langfristigen Strategien. So kann es beispielsweise sinnvoll sein, auf schnelle Gewinne zu verzichten, wenn die Unternehmensstrategie Investitionen in anderen Bereichen einer Balanced Scorecard erfordert. Unter Prozessorientierung der Balanced Scorecard und Wissensbilanz, ist die Perspektive der Mitarbeiterorientierung -beispielsweise Potenziale, Motivation und Lernfähigkeit der Mitarbeiter- am stärksten zukunftsorientiert. In Verbindung mit einer Wissensbilanz können mit dem Strategie-Check Freiräume für neue, kreative Lösungswege gefunden werden. Der Strategie-Check bestimmt den „kritischen Weg", denn wenn man nicht weiß, wohin man geht, landet man sehr leicht anderswo ! Es geht u.a. um:
- Strategische Dimension „Intellektuelles Kapital"
- Gestaltungsfelder des Wissensmanagements ausloten
- Produkte mit „gefrorenem" Wissen
- Turning Knowledge into Cash
- Strategiefrage: Ist Unternehmenswissen messbar ?
- Strategischer Zukunfts-Rohstoff „Wissen"
- Vision und Leitbild
- Strategisches Gut „Wissen"
- Bündelung Strategiefaktoren
Jörg Becker (www.beckinfo.de)