Indianisches Horoskop
Gewöhnliche Sterndeutung und die daraus resultierenden Horoskope sind hinlänglich bekannt, ein indianisches Horoskop hingegen ist doch gänzlich neu. So finden sich westliche Tageshoroskope in fast jeder Tageszeitung, auf sogenannten Pay-TV Kanälen können sich Anrufer gegen eine Telefonpauschale ihr ganz persönliches Horoskop vorlesen lassen, während im Internet nahezu jede große Seite auch eine eigene Unterrubrik für Horoskope anbietet. Ob die angebotenen Horoskope jedoch wirklich einem zusagen, oder ob sie einfach aus Langeweile oder reiner Neugier gelesen werden, bleibt dabei jedem überlassen. Fakt ist jedoch: Horoskope sind nicht mehr wegzudenken, also ist es nur ein logischer Schritt seinen eigenen Horizont betreffend der Horoskope auch zu erweitern: Beispielsweise um ein echtes Indianer Horoskop
Was unterscheidet so ein Indianer Horoskop nun eigentlich?
In erster Linie werden bei den indianischen Horoskopen gänzlich andere „Sternzeichen" verwendet, wobei die Sternzeichen in der indianischen Mythologie ebenfalls nicht als Sternzeichen, sondern als Tierkreiszeichen bezeichnet werden. Damit wollten die Indianer vor allem ihre differenzierte Auffassung der jeweiligen Sternbilder zum Ausdruck geben, nämlich hinsichtlich der Naturverbundenheit vom Mensch zum Tier. Dieser Naturverbundenheit kommt in der indianischen Sternenkunde eine wichtige Stellung zu Teil, nicht nur weil die Eigenschaften der jeweiligen Tiere fast eins zu eins auf die Menschen übertragen werden, sondern auch weil in den Indianerstämmen eine Rangverteilung nicht nur nach Abstammung und Blutlinie, sondern auch nach dem eigenen Horoskopsternzeichen stattfand.
Die Tierkreiszeichen orientieren sich von ihrem Zeitpunkt her dabei an den uns bekannten Sternzeichen, lediglich der Name des jeweiligen Sternbildes sowie natürlich die Eigenschaften, unterscheiden sich. Das Geburtsjahr hat auf das jeweilige Tierkreiszeichen keinerlei Einfluss, lediglich die Kalenderwoche der Geburt. Indianische Horoskope werden im Regelfall ähnlich wie die westlichen und keltischen in einzelne Bereiche unterteilt, meistens in Finanz, Liebe und Gesundheit. Anhand der Verwendung eines Medizinrades, einem uralten symbolischem Lebenskreis, wird dann das jeweilige Horoskop ermittelt und aufgeschrieben. Die indianischen Horoskope unterscheidet dabei ein ganz besonderer Faktor von ihren westlichen Gegenspieler – die Sterndeutung wird komplett Außen vorgelassen.
Medizinrad statt Sternenkunde
Die aktuellen Konstellationen der Planeten und Sterne haben für das
indianische Horoskop keinerlei Bedeutung, denn die Horoskope werden ausschließlich anhand des oben beschriebenen Medizinrades entworfen. Der Fakt, dass Sternenkonstellationen völlig ignoriert werden, brachte den Indianerhoroskopen aber auch reichlich Kritik ein, denn diese Sternenkunde war bis dahin, und ist immer noch, der maßgebliche Faktor bei der Horoskopermittlung. Ihn außen vorzulassen und sich stattdessen auf mystische Symbole und Legendendeutungen zu berufen, benötigt beim Leser des Horoskops nicht nur ein wenig Phantasie, sondern auch Akzeptanz der Sitten und Bräuche in der damaligen Indianerkultur.
Autor: Jeanette Lachs