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In die Weisheit des menschlichen Wesens vertrauen

Autor: revhoros | Erstellt am: 20.02.2011 | Gelesen: 538
Kategorie: Geschichten & Anekdoten | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Die Weisheit die wir alle suchen, ist uns ganz nah, nämlich in uns und um uns herum.

Rainer Sauer/Autor/Dozent
Rainer Sauer/Autor/Dozent
Es ist äußerst wichtig, daß wir uns das Prinzip des Loslassens an­eignen, um uns selbst und die anderen nicht andauernd zu blockieren und uns auch nicht ständig in unserem fortschreitenden Entwicklungs Prozeß einzubremsen. Damit haben wir ein wirksames Mittel zur Verfügung, um uns immer wieder aus der illusionären Starre loszulösen, welche durch unser allgemein verbreitetes Mißtrauen entsteht. Und um eben nicht un­entwegt diesem Hang zum Festhalten noch mehr kostbare Lebensenergie zuzuführen, sondern stattdessen durch den Akt des Loslassens das Fließen, das Wandeln, das sich Verändern und somit das Wachsen zu ermöglichen. Der Ist Zustand ist, wie wir uns allerdings oftmals eingeste­hen müssen, immer noch so, daß wir stark dazu tendieren, uns auf ge­wohnte Art und Weise mit dem Festhalten abzusichern. Unsicher durch unser zerrüttetes Urvertrauen, das uns wiederum in Furcht alles und jeden festhalten läßt, greifen wir nach uns naheliegende Scheinlösungen, und das Resultat davon ist nicht selten ein Zustand des Gehemmtseins, der künstlichen Bewegungslosigkeit und der Unterbindung des natürlichen Vorgangs des Fließens. Das Loslassen, die anderen sein lassen, das Leben sich ausbreiten lassen, ist somit ein lebens bejahendes Prinzip, dessen Anwendung unverzichtbar ist, wenn wir den Prozeß der natürlichen Ent­wicklung fördern möchten. Mal ganz abgesehen davon, daß es uns sehr entgegen kommt, wenn wir in unsere eigene Größe, in unsere eigene Kraft, in unsere eigene uns innewohnende Weisheit vertrauen. Und auch in das zu vertrauen, was den anderen Menschen von den erwähnten Qua­litäten ebenso eigen ist und es ihnen gut tut, wenn wir sie auf ihrer Entdeckungs Reise des Selbst Erkennens und Selbst Vertrauens bestär­ken.

Hier möchte ich nun vor allem den Fokus darauf ausrichten, wo offensichtlich eher ein Mangel dieser bestärkenden und unterstützenden Haltung zu erkennen ist. Wo also das Mißtrauen der wahren Kraft, Größe und Weisheit allen Wesen gegenüber eine nicht zu unterschätzende Blockade für Wachstum ist. Und zwar möchte ich unsere Aufmerksam­keit auf unsere Haltung unserem Umfeld gegenüber richten, auf das Nicht Vertrauen unseren Mit Menschen gegenüber, das Unvermögen, andere sein zu lassen, also letztendlich auf unseren Mangel, ihre unan­tastbare Autonomie anzuerkennen. Es fällt uns scheinbar einfach nicht leicht, andere so sein zu lassen, wie sie sind, sie loszulassen, mit anderen Worten, in ihre Fähigkeit, das Leben alleine meistern zu können, zu ver­trauen und ihnen ihre eigene Größe und Stärke zuzuerkennen. Wir halten sie, wenn auch oft unbewußt, für klein und zumindest auf bestimmte Ebenen bezogen für unfähig und, wie am Anfang dieses Satzes schon formuliert, wir „halten" sie in unserer Vorstellung fest. Dies ist weder uns noch den anderen dienlich, ganz im Gegenteil, wir setzen hier eine energetische Blockade, für uns und für sie. Für die anderen vornehmlich, weil wir ihnen nicht den Spielraum, den Lebensraum zur eigenen Erfah­rungsaneignung und dem daraus resultierenden Wachstum zugestehen. Und für uns besteht die Blockade vor allem darin, daß wir die uns zur Verfügung stehende Energie in der negativen Beschäftigung mit dem anderen binden und sie somit für uns, zumindest für diesen Zeitraum, für unser persönliches Wachstum brachliegt.

Genauso wichtig ist es natürlich auch, ein angemessenes Bild vom universellen Sein zu bekommen, welches uns eine Lebens Qualität des Loslassens auf gefühlsmäßiger Basis erlaubt. Also ein Bild des Lebens und des Seins zuzulassen, welches echte Sicherheit, Geborgenheit und Vertauen vermittelt und die Grundlage, den sicheren Boden für das Los­lassen kultiviert. Wir können dieses Vertrauen schenkende Verständnis, dieses Bild göttlicher Zusammenhänge wohl wahrscheinlich nur in der Erkenntnis finden, daß wir beginnen anzuerkennen, daß jedes Wesen, jedes Individuum Weisheit, Kraft und Freiheit besitzt, wir eben ihr wah­res, göttliches Sein und ihre individuelle Größe anerkennen. Daß wir sogar soweit gehen, daß wir, auch wenn wir Menschen in Situationen begegnen, welche uns nicht lebenswert erscheinen, diesem Menschen die Weisheit zugestehen, daß sie wissen, was sie tun, daß auch dies aufgrund höherer Weisheit geschieht. Daß sie sich auf höherer Ebene, „unbewußt" wie man so schön sagt, für diese Situation entschieden haben und daß ihnen auf diesen Ebenen durchaus bewußt ist, was ihrem persönlichen Wachstum förderlich ist. Also uns bewußt zu erinnern, daß wir hier ge­rade einem Menschen, einem Kind und aber auch vor allem einem göttli­chen Wesen begegnen, welches sich diese Lebensumstände, in welchen es sich gerade befindet, selbst geschaffen, selbst ausgesucht hat. Und sich diese Wesenheit aus dem Grund dafür entschieden hat, weil es „entschieden" das beste für das individuelle Selbsterfahren und somit für das persönliche Wachstum ist, was auch wohlbemerkt prinzipiell dem allgemeinen Wohlsein zuträglich ist, also einem Zugewinn individueller Erfahrung für das Kollektiv gleichkommt. Wenn wir in dieser Weise betrachten lernen, können wir die Größe, die Stärke und auch die Weis­heit, welche diesem göttlichen Wesen zu eigen ist, auch irgendwann ein­mal wirklich sehen, und unser Vertrauen wird von diesem Augenblick an auf solidem Fundament errichtet sein. Am Anfang ist es vielleicht nur eine Ahnung, daß dies alles wirklich existent sein könnte, aber diese Ah­nung ist der Same, der zukünftig in der Gewißheit aufgehen kann.

 
 
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