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In den Fängen des Drogenhandels

Autor: Kalinke | Erstellt am: 08.03.2009 | Gelesen: 1024
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Die Risiken, Gefahren und kriminellen Machenschaften im Drogenhandel.

Drogenhandel / Pixelio
Drogenhandel / Pixelio
Der Drogenhandel ist weiterhin ein blühendes Geschäft. Die Dealer gehen über Leichen und kennen keine Skrupel. Die Praktiken sind bekannt aber dennoch werden immer wieder Opfer wie Sabrina A. unwissentlich als Drogenkurier missbraucht missbraucht. Mittlerweile sitzt Sabrina A. 600 Tage unschuldig in Haft.

Der Anstieg der Drogenkriminalität ist alarmierend. Die Zahl der Drogentoten stieg im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um knapp vier Prozent. 1.449 Menschen verloren ihr Leben. Die meisten Abhängigen starben wegen einer Überdosierung von Heroin, teilte die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) in Berlin mit. Der Weg von den vermeintlich leichten zu den harten Drogen ist kurz. Ein Entzug schmerzhaft und langwierig. Der Drogenhandel ist ein florierendes Geschäft. Viele Händler und Zwischenhändler verdienen sich auf dem Weg ihrer Ware zum Konsumenten eine goldene Nase.

Wie kommt der Stoff nach Deutschland?

Sogenannte In-Drogen wie Ectasy werden in Drogenküchen im Hinterhof produziert. Auch kursierte sogar im Internet ein Rezept zu dessen Herstellung aus der Hexenküche. Durch die skrupellosen Machenschaften der Drogenhändler ist vor allem unsere Jugend in ernsthafter Gefahr, schuldlos ins Verderben gestürzt zu werden. Es wird ihnen auch vorgegaukelt durch einfache Kurierdienste den schnellen Euro zu machen. Anstatt den betroffenen Menschen zu helfen, werden sie oft beschuldigt, selbst für ihre Misere verantwortlich zu sein.

In einigen Ländern droht sogar die Todesstrafe. So wurde 2002 Julia B. in Singapur mit 687 Gramm Cannabis im Gepäck erwischt. Wer mit 500 Gramm reinem Rauschgift gefasst wird, wird gehenkt. Julia B. hatte Glück, sie wurde nur zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Eine Laboruntersuchung ergab, dass das Cannabis unrein war und nur 281 Gramm Rauschgift enthielt.

Andrea Rohloff, die wissentlich als Kurier missbraucht wurde, verarbeitete ihr Erlebtes in einem Buch - Die Schneejungfrau.
Das Buch soll eine Warnung für andere sein. In der Einleitung schreibt sie: „Ich hoffe, dass dieses Buch die widrigen Umstände nachvollziehbar macht, die zu meiner fatalen Reise geführt haben und dass es eine Warnung an alle ist, an die ein ähnliches Angebot herangetragen wird."
Aufklärung tut Not, dieses Buch sollte eigentlich Schulstoff werden. Alle machten die gleichen Dummheiten. Sie ließen sich von den Dealern ausnutzen.

Umso tragischer ist dann die Tatsache, wenn junge Menschen gegen ihr Wissen als Kurier benutzt werden.

Wie im Fall Sabrina A., deren Offenherzigkeit ihr zum Verhängnis wurde. Ihre dreitägige Urlaubsreise im Juli 2007, zusammen mit ihrem Freund Christian H., endete im Desaster. Ohne ihr Wissen schob man ihr die fünf Kilogramm Heroin unter und achtete penibel darauf, dass sie mit dem besagten Koffer nicht in Berührung kam.

An allen drei Prozesstagen wurde Sabrina A. vom Hauptangeklagten Nihat E. und von Zeugen hundertprozentig entlastet. Allein die Tatsache, dass bei ihr Drogen gefunden wurden, egal ob wissentlich oder nicht, führte zu einer Verurteilung von siebeneinhalb Jahren Gefängnis. Warum die Wahrheit nicht berücksichtigt wurde bleibt bis heute ein türkisches Geheimnis.

Mittlerweile sitzt Sabrina A. 600 Tage unschuldig in Haft.
 
 
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