In einer groß angelegten Studie haben Wissenschaftler genetische Grundlagen für Störungen des Immunsystems gefunden, die beispielsweise ursächlich für die Krankheit Multiple Sklerose sind. Sie wiesen ausdrücklich darauf hin, dass die Erkenntnisse möglicherweise für eine Vielzahl anderer chronischer Erkrankungen genauso gelten. Für die Wissenschaft ein Durchbruch, für ganzheitliche Mediziner eine Bestätigung, so mediportal-online.eu
Vor kurzem in der Fachpresse veröffentlicht: Ein Konsortium von über 250 Wissenschaftlern aus 15 Ländern (organisiert in „International Multiple Sclerosis Genetics Consortium" und „Wellcome Trust Case Control Consortium) hat die Erbsubstanz von 9.772 Patienten mit MS und 17.376 gesunde Probanden untersucht und dabei neben der Bestätigung von 23 bekannten genetischen Zusammenhänge weitere 29 neue genetische Varianten entdeckt.
(Quelle u.a. unimedizin-mainz.de)Die wichtigste Aussage: Einige dieser genetischen Faktoren spielen eine große Rolle für die Funktionsfähigkeit des Immunsystems. Besonders für die T-Zellen. Diese wiederum sind zuständig für die Immunreaktion gegenüber körperfremden, körperfeindlichen Stoffen, wie zum Beispiel Viren und Bakterien.
Schlussfolgerungen für andere ErkrankungenDiese Erkenntnisse sind deshalb so beachtenswert, weil viele Erkrankungen auf Defizite des Immunsystems zurückzuführen sind, wie zum Beispiel Allergien, Krebs und andere chronische Krankheiten, wie beispielsweise Morbus Crohn, oder chronische Atemwegsinfekte (immer wiederkehrende, lang dauernder Infekt, Grippe und Erkältung). Die Forschungsergebnisse können daher in der Zukunft hilfreich sein für die Lösung einer Vielzahl von Erkrankungen. Zu Recht spricht man von einem Durchbruch.
Doch wodurch kommt es zu diesen genetischen Veränderungen? Genetisch bedeutet, dass wir die Anlagen von unseren Vorfahren haben. Doch wodurch sind dort die Defizite entstanden?
Ganzheitliche Mediziner wissen AntwortWenn ganzheitliche Mediziner T-Zellen hören, dann denken sie an die Zeit der Tuberkulose zurück. Man weiß, dass diese Lymphkrankheit vor allem die T-Lymphozyten schädigten. Sie denken aber auch an andere damaligen Epidemien, wie die Syphilis und die Gonörrhö, oder noch viel früher die Pest. Allen gemeinsam ist, dass diese Krankheitserreger die Fähigkeit haben, Spuren in unserer DNA, der Erbsubstanz, zu hinterlassen. Man nennt sie deshalb auch DNA-Antigene. Eine Gruppe dieser heute mehr beachteten Erreger sind die allseits bekannten Herpes-Viren. Auch sie verursachen Gendefekte, die für zukünftige Generationen Folgen haben.
Der WirkungsmechanismusMan weiß heute, dass diese Antigene eine ungewollte Verletzung des Genmaterials verursachen und es durch Einschleusung von genetischem Material zu einer Art Umprogrammierung kommt. Für den Betroffenen bedeutet das, dass die veränderten Zellen sich fortwährend falsch verhalten. Dadurch kommt es zu unkontrollierten Abläufen im Organismus, vom chronischen Infekt bis hin zu unkontrollierter Zellteilung, wie beim Krebs. Man kann auch sagen, dass diese Veränderungen die eigentliche Krankheit sind.
Die Lösung aus ganzheitlich medizinischer SichtWissenschaftler machen sich darüber Gedanken, ob man diese Erkenntnisse für eine Gentherapie nutzen kann (Uni Basel vom 22.08.11 in news.doccheck.com vom 31.08.11)
Ganzheitlich-naturheilkundlich denkenden Medizinern ist der Zusammenhang schon lange bewusst. Sie versuchen, mit einer Konstitutionsbehandlung auf der Veranlagungsebene ein Gleichgewicht herbeizuführen.
Mehr Informationen zu den ganzheitlichen Methoden zur Verbesserung des Immunsystems finden sich auf dem Gesundheitsportal www.mediportal-online.eu
Michael Petersen