Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch ihre guten Seiten – zumindest für potentielle Bauherren. Denn Immobiliendarlehen sind so preiswert wie schon lange nicht mehr. Die Zinsen für Immobiliendarlehen befinden sich mittlerweile wieder einmal auf einem
historischen Tief, sodass es sich durchaus anbietet, jetzt über eine Finanzierung nachzudenken. Wer demnächst eine eigene Immobilie finanzieren will, steht momentan aber noch nicht unter Zeitdruck.
Die dürfte sich in nächster Zeit jedoch ändern. Denn die meisten Notenbanken wollen die Zinsen nicht weiter senken, sondern bereiten die Märkte langsam aber bestimmt auf erste Zinserhöhungen vor. Darunter auch die Europäische Zentralbank, die die Marschrichtung in den Eurostaaten vorgibt. Sollte die wirtschaftliche Erholung weiter anhalten, könnte es somit schon sehr bald zu ersten Zinserhöhungen kommen. Ein Trend, dem sich dann auch Anbieter von Immobiliendarlehen auf die Dauer sicherlich nicht entziehen können.
Auf Sicht von ein bis zwei Jahren sind aber eher keine rasant ansteigenden Zinsen zu erwarten. Stattdessen kann davon ausgegangen werden, dass die Zinsen für Immobiliendarlehen momentan eine Art Bodenbildung vollziehen. Je nach dem, wie schnell die Notenbanken die Politik des billigen Geldes beenden, kann es aber kurzfristig auch noch zu leicht fallenden Zinsen für Immobiliendarlehen kommen. Das setzt allerdings eine entsprechende Kommunikationspolitik der EZB voraus.
Wer als potentieller Finanzierungsnehmer kein Risiko eingehen möchte, der kann aber durchaus schon jetzt eine günstige Finanzierung per Immobiliendarlehen in Anspruch nehmen. Denn eines steht fest. Die Zinsen haben nur begrenzten Spielraum nach unten, während der Spielraum nach oben für die nächsten Jahre erst einmal unbegrenzt ist. Insofern kann man nur wenig falsch machen, wenn man sich jetzt für ein Immobiliendarlehen entscheidet.
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