Der Traum der eigenen Immobilie!
Eine Immobilie kauft man meist auf Lebenszeit, deswegen gibt es diverse Dinge vor dem Kauf zu beachten. Ob es hierbei um die
Art der Immobilie geht oder der Finanzierung, eine genau Planung ist ein Muß. Oftmals entscheidet man sich dann doch zur Miete zu wohnen, doch auch hier gibt es zahlreiche Regeln und Paragraphen die es zu beachten gibt. Soll die Immobilie für die Rente sein? Soll es steuerliche Vorteile bringen? Oftmals beachtet man viele Dinge nicht, die für den Erwerb einer Immobilie durchaus von Bedeutung sind, besonders die Kosten die neben dem Immobilienpreis enthalten sind, sind vielen Leuten nicht bekannt.
Unvorbereitet zur Vertragsunterzeichnung ist ein schwerwiegender Fehler, dem man aus dem Weg gehen kann indem man sich vorher genauestens über den Kauf einer Immobilie informiert. Unterfinanzierung ist ein Horror für jeden Käufer, stellt es ihn doch meist vor unüberwindbare Probleme. Ein weiterer Kredit? Kann dieser überhaupt noch monatlich getilgt werden? Oftmals wird die Immobilie dann wieder verkauft, allerdings oft auch mit Verlust. Vielleicht wäre eine Mietwohnung oder ein Haus zur Miete für viele Leute besser geeignet, dafür spricht außerdem, daß man sich nicht fest an einen Ort und ein Objekt bindet. Wie immer man sich auch entscheidet, man sollte den Schritt genau überdenken.
Immobilien - Welche darfs denn sein?
Unter einer Immobilie (lateinisch für eine nicht bewegliche Sache "im-mobilies") versteht man in der Rechtssprache ein "unbewegliches Sachgut", also eine nicht bewegliche Sache. Die kann ein Grundstück oder ein Gebäude sein.
Die Immobiliensparte ist in Unterbegriffe eingeteilt, es existieren Gewerbeimmobilien, Sozialimmobilien, Spezialimmobilien und Wohnimmobilien. Die Gewerbeimmobilie wird ausschließlich zu gewerblichen Zwecken genutzt wohingegen die Sozialimmobilie für die Pflege von hilfsbedürftigen Menschen eingesetzt wird. Darunter fallen z.B. Pflegeheime, Krankenhäuser, Obdachlosenheime und Kinder- und Jugendheime.
Eine Spezialimmobilie (auch Sonderimmobilie) ist widerum ein Gebäude, welches zu einem bestimmten Zweck errichtet wurde, darunter fallen Hotels, Bahnhöfe oder Kraftwerke.
Eine Wohnimmobilie ist - wie der Name schon sagt - dient ausschließlich zu Wohnzwecken.
Sollte man eine Immobilie kaufen wollen sind noch weiter Dinge zu beachten: Da Immobilien als "unbewegliches Sachgut" gelten unterliegen sie dem Eigentumserwerb. Dem Kauf einer Immobilie folgen immer 3 Schritte.
- Beim Notar einen notariell beurkundeten Kaufvertrag abschließen.
- Beim Notar beurkundete Einigung über den Eigentumsübergang
- Eintragung des neuen Eigentümers in das Grundbuch.
Nachdem man die Immobilie erworben hat, kommen immer wiederkehrende Kosten auf den Käufer zu, wie z.B. die Grundsteuer. Die Höhe der Grundsteuer hängt vom Einheitswert der Liegenschaft ab, vom Hebesatz und von der Steuermeßzahl. Zusätzlich fallen beim Grunderwerb neben den Kosten für den Grundbucheintrag auch noch eine prozentuale Grunderwerbssteuer an.
Viele Leute bedenken diese zusätzlichen Kosten nicht vor dem Kauf einer Immobilie und stehen vor dem Problem der Unterfinanzierung des Objektes. Als Faustregel sollte man immer einen Kredit aufnehmen, der 20% mehr beträgt als der Kaufwert der Immobilie. Oft müssen die Käufer noch einen zweiten Kredit aufnehmen, dadurch weitet sich natürlich die Finanzierungslast entsprechend aus. Im schlimmsten Fall kann der Käufer die Kredite nicht mehr bezahlen.
Eine weitere Alternative ist die Wohnung zu Miete. Je nachdem in welcher Stadt man wohnt können die Mieten variieren. Hierzu gibt es die Mietspiegel. Mietspiegel sind Übersichten über die ortsübliche Vergleichsmiete im Wohnungsbau. Ein Mietspiegel enthält verschiedene Kategorien die für den Quadratmeterpreis ausschlaggebend sind. Hierzu zählen der Stadtberzirk in dem sich die Wohnung befindet, die Lage des Hauses (Anbindung an ein öffentliches Verkehrsnetz, Verkehrslärm, Infrastruktur, Bebauungsdichte usw.), das Baujahr des Hauses, die Qualität der Wohnausstattung (z.B. Toilette, Boden, Fenster, Balkon, Dachschrägen, Heizung usw.) und der Gesamtzustand des Hauses wegen sparsamen Energieverbrauch (Wärmedämmung, Verglasung usw.).
Hat man die passende Wohnung gefunden gilt es nun den Mietvertrag zu unterschreiben. Dies ist ein gegenseitiger Vertrag der die beiden Parteien verpflichtet die darin enthaltenen Klauseln einzuhalten. Der Vermieter bekommt für die Überlassung seiner Immobilie einen entsprechenden Mietzins und der Mieter die Erlaubnis die Immobilie zu benutzen.
Im Mietvertrag selbst wird die Fläche der vermieteten Immobilie angegeben, unterteilt in die einzelnen Räume die die Immobilie beinhaltet. Es wird festgehalten welche Sondernutzungen er hat, wie z.B. Garage, Keller u.v.m. Zudem wird die Anzahl der Schlüssel notiert die vom Vermieter ausgehändigt werden.
Ein wichtiger Teil des Mietvertrages ist die Mietdauer. Befristet oder unbefristet? Die Zahlungsweise der Miete, die Auflistung der Betriebskosten, die Schönheitsreparaturen, Tierhaltung, bauliche Veränderungen und die Kaution sind weitere Teile des Vertrages. Zu guter Letzt noch die Kündigungsdauer und die Höhe der Miete.
Sollte der Mietzins sehr hoch sein sollte man sich überlegen, ob man sich nicht doch besser etwas "Eigenes" leistet. Eigentumswohnungen kosten von der monatlichen Belastung oft auch nicht mehr als eine gemietete Wohnung bzw. Haus. Eine Überlegung wert!
Sam Hain