Für den Erwerb einer Immobilie im Ausland gibt es sicherlich viele Gründe. Ob als Altersruhesitz, Zweitwohnsitz, Investment oder Reiseziel – viele Deutsche träumen von der eigenen Immobilie im Ausland und immer mehr Menschen erfüllen sich diesen Traum. Allerdings ist der Erwerb von Immobilien im Ausland oft deutlich anders geregelt als der Kauf einer Immobilie innerhalb Deutschlands. Insofern gibt es schon allein aufgrund der unterschiedlichen juristischen Rahmenbedingungen einiges zu beachten.
Eine besonders große Bedeutung kommt der Fragestellung nach der Kaufmöglichkeit und der Kaufabwicklung zu. In der Praxis scheitern Kaufinteressenten immer wieder daran, dass der
Immobilienerwerb für Ausländer in einigen Ländern schlicht verboten ist. In Thailand oder auf den Philippinen ist es beispielsweise nur möglich, langfristige Leasingverträge abzuschließen – ein Grundstückskauf durch einen Ausländer – so gut wie unmöglich.
Ist der Immobilienerwerb erlaubt (dies ist in den meisten Ländern der Fall), sollte auf eine möglichst sichere und professionelle Abwicklung geachtet werden. Auch wenn Straßen- und Handymakler immer wieder
Immobilien zu scheinbar unschlagbaren Preisen an der Hand zu haben scheinen, kommt es gerade bei solchen Transaktionen immer wieder zu Problemen. Um eine eventuelle Veruntreuung von vorne herein auszuschließen, sollten Käufer von Auslandsimmobilien grundsätzlich auf eine
Abwicklung über einen Rechtsanwalt oder Notar bestehen. Nur so ist sichergestellt, dass der Vertrag am Ende von beiden Seiten erfüllt wird und der Verkäufer nicht plötzlich mit dem Geld des Käufers verschwindet. Aber auch bei der Abwicklung über einen Juristen kann es zu Problemen kommen. In vielen Ländern unterliegen Notare nicht einer derart strengen Ausbildung und Überwachung wie in Deutschland.
Ein weiterer wichtiger Aspekt im Zusammenhang mit Immobilien im Ausland ist die
Bauqualität. Viele potentielle Immobilienkäufer erwarten deutsche Bauqualität und westeuropäischen Standard auch in Ländern, in denen üblicherweise ein anderer Standard herrscht. Insofern müssen beim Kauf von Immobilien im Ausland oft Abstriche in Punkto Qualität gemacht werden. In den meisten Ländern gibt es schlicht keine Objekte, die der „deutschen Bauqualität" entsprechen – und wenn, dann befinden sich diese meist preislich im Premiumsegment.
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