Antifonitis Agios Sumeon O Stulitis
Als Ikonen werden Heiligenbilder der orthodoxen Kirche bezeichnet, die kirchlich geweihten Bilder gelten als Fenster zum Himmel. Die meisten hierfür verwendeten Motive sind Bilder von Christus sowie Darstellungen von Heiligen. Für die Ostkirchen haben die Bilder einen sehr großen Einfluss auf die Religionsausübung, die Bilder sollen auf seinen Betrachter Ehrfurcht ausstrahlen, als stünde Gott in Form eines Bildes direkt vor einem. Die Ikonen sind sehr wertvolle Kunstgegenstände, obwohl die orthodoxe
Kirche diesem Trend entgegenwirken will.
Die ältesten Ikonen wurden von Ikonenschreibern im 6. Jahrhundert gemalt, in dieses Zeit wurde als Malstil die Technik der Enkaustik gewählt, ein Jahrhundert später wurden neue Techniken erfunden, so werden seitdem die Schnitzerei in Holz oder Edelstein, die Tempelmalerei auf Holz und die Mosaiksetzer angewandt.
Als Ikonen gelten Christusikonen, Apostelikonen, Marienikonen und Heiligenikonen, aber auch viele im alten Testament vorkommende Personen, welche im orthodoxem Glauben als Heilige gelten, werden als Ikone dargestellt. Auf den Bildern werden Szenen aus Bibelstellen, oder aus dem Leben der Heilige dargestellt. Die gemalten Motive haben Ihren Ursprung aus der byzantinischen Ikonographie, welche den Ikonenschreibern die Motive fest vorgibt. Im Bilderkanon wurden die Motive aufgezeichnet, welche verwendet werden durften. Im 20ten sowie im 21. Jahrhundert geht die Zahl der Personen, welche Heilig gesprochen werden, stark nach oben, dementsprechend werden immer neue Ikone gemalt.
Drei der bekanntesten Ikone sind die Auferstehungsikone, die Marienikone sowie die Dreifaltigkeitsikone.
Die Auferstehungsikone stellt die Auferstehung Jesus Christi in seiner geistlichen Form da, wie Jesus über den Tod und die Quallen der Hölle triumphiert. Die Ikone steht in Bezug zur Osterpredigt von Johannes Chrysostomos, welcher folgende Zeilen predigte: "Christ ist von den Toten auferstanden, er hat den Tod durch den Tod niedergetreten und denen in den Gräbern Leben gewährt". Die Ikone stellt den weißen Jesus vor einem Abgrund da, wie er, umringt vom Teufel und dem Bösen, Adam seine Hand reicht um ihn zu retten.
Die Marienikone stellt die Gottesmutter Maria da, wie sie in Ihrem Hand das Christuskind hält. Die Dreifaltigkeitsikone, welche von Andrei Rubljow entwickelt worden ist, gilst als eines der wertvollsten Werke in der russischen Malerei. Das Bild stellt die Dreifaltigkeit, Gott Vater, Gott Vater Sohn und Gott Vater Heiliger Geist, nicht direkt da, sondern verbindet sie mit einer Szene aus dem alten Testament. Hierfür wurde der Besuch der drei Engel bei Abraham und Sara aus dem Buch Moose verwendet.
Isabel Mayer