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Igor Rutter: Von Russland nach Deutschland

Autor: Dr. K. Schäfer | Erstellt am: 23.04.2008 | Gelesen: 1792
Kategorie: Kunst - Kultur & Religion | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Neue Ausstellung im russischen Kultursommer in Schleswig-Holstein

Am 10. Mai startet die zweite Ausstellung im Russland-Jahr des Tönninger Hotels Miramar mit Igor Rutter, der u.a. an der Leningrader Kunsthochschule studiert hat und bereits seit den 1970er Jahren regelmäßig ausstellt.

Rutter wurde 1959 in Komsomolsk am Amur geboren und wuchs in ländlicher Umgebung auf; eine Erfahrung, die in thematisch bis heute inspiriert. Szenerien aus dem ländlichen Alltagsleben durchziehen sein Werk und zeigen seine tiefe Verwurzelung in dieser unverfälschten russischen Kultur.

Schon früh zeigte sich sein malerisches Talent; er besuchte eine Kinderkunstschule, später die berühmte Leningrader Kunstschule „Johanson" und die „Ilja-Repin-Kunstakademie". Schnell stellten sich erste Erfolge als Theater- und Bühnenmaler ein, was auch für seine spätere, rein malerische Karriere, prägend war: denn bis heute bevorzugt er das große Format.

2003/2004 initiierte Igor Rutter ein Kunstprojekt zugunsten einer Tschernobylhilfsorganisation, die eine Erholungsmaßnahme für Kinder zur Verfügung stellt. Das Motiv orientiert sich am Musical „Tabaluga" und Peter Maffay selbst wurde sozusagen zum Paten dieses gemeinnützigen Kunstprojektes.

Heute lebt Igor Rutter in der Nähe von Wolfenbüttel und unterhält ein Zweitatelier auf Sylt mit eigener Galerie.

Auf seinen Reisen durch seine russische Heimat lernte er Menschen und ihre Charaktere kennen, sah sie in ihrer Not, in Elend, aber auch in glücklichen Momenten. Alle Facetten des Lebensalltags sind ihm gleich lieb, um sie zu porträtieren und festzuhalten.

Mit seinen Bildern erzählt er immer auch Geschichten; man spürt seine Liebe für das Volkstümliche seines Landes: hier wird zugleich das alte, wie auch das neue Russland präsent. Diese tiefe Verbundenheit ist allgegenwärtig in den Bildern: die oftmals dunklen Farbtöne, der sozialkritische Unterton mit parodistischen Einschlag, die Realitätsnähe, selbst dort, wo er abstrahiert. Man fühlt sich erinnert an die großen Erzähler seiner Heimat wie Tolstoi oder Dostojewski; was sie mit großen Worten schafften, setzt Rutter in eindrucksvolle Bilder um.

Eröffnungsempfang: 10. Mai, 11-13 Uhr. Der Künstler ist anwesend. Passend zu Werken von Igor Rutter können die Gäste das dreigängige „Lieblingsmenü des Künstlers" im hoteleigenen Restaurant „Windrose" genießen.

Es spielt das ukrainisch besetzte Trio „Mara" aus Westerland (Sylt). Das Trio besteht aus Elena Hörmann, Anna Roman und Olga Ernst. Sie treten in volkstümlicher Tracht auf; Instrumente: Zymbal und Klavier.

Hotel Miramar, Westerstr. 21, 25832 Tönning, Tel.: 04861-9090. Öffnungszeiten: tägl. 8.00 Uhr bis 23.00 Uhr.

Dauer der Ausstellung: bis 1. Juli 2008.

Autor: Dr. Katrin Schäfer


 
 
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