Vanessa Eden - Kurtisane
Vanessa Eden - Kurtisane der Moderne schreibt auf ihrer Website über ihr Erlebnis als Geliebte. Sie erlebte die Rolle bereits mehrmals in ihrem Leben, doch nur einmal so richtig. Mit so richtig wird das beschrieben, was viele andere Frauen ebenfalls erleben und was in vielen Foren im Internet nachzulesen ist. Frauen scheinen förmlich prädestiniert für die Opferrolle der Geliebten zu sein. Vanessa Eden beschreibt diesen Vorgang als einen Auswuchs der Co-Abhängigkeit, oder übersetzt: das Helfer-Syndrom! Egal, ob es die Angehörigen von Suchtkranken, anderer Krankheiten oder einfach nur die unterwürfige, stark autoritäre Erziehung war - Frauen fallen viel häufiger in die Geliebtenfalle in der Opferrolle durch ihr ausgeprägtes Helfersyndrom.
Wie das zustande kommt, erklärt sie folgendermaßen:Es liegt im Promillebereich, wenn ein Mann mit offenen Karten spielt und seiner Geliebten reinen Wein einschenkt, welche Rolle sie tatsächlich in seinem Leben spielt. Als Frau gerät man in die Geliebtenrolle meist zufällig. Am Anfang findet man es nett, die Gefühle sind noch nicht so tief, man lässt es einfach weiterlaufen nach dem Motto: Mal sehen was passiert. Der Mann hingegen hat oft schon zu Beginn Schuldgefühle, sowohl seiner Frau, als auch der Geliebten gegenüber. Er versucht diese zu kompensieren, in der er ihr Hoffnung auf eine feste Beziehung macht. Mit den Schuldgefühlen geht einher, dass er einen Grund für sein Handeln braucht. Wie würde er sonst dastehen? Also wird die Ehefrau erstmal vor der Geliebten schlecht gemacht und es wird gejammert, was das Zeug hält.
Der Hauptgrund - die Hauptlüge, den/die Männer bei ihrer Geliebten für das Fremdgehen angeben ist:
Seine Frau würde ihn völlig vernachlässigen, ihm keine Liebe mehr geben und natürlich auch nicht mehr mit ihm schlafen. Die Hauptausrede, weshalb er sich dann nicht von ihr trennt, sind:
Die Kinder, das Haus, der Zugewinnausgleich Frauen, die im Helfersyndrom verharren, kommt diese Situation mehr als gelegen. Sie fühlen sich von ihm unheimlich gebraucht. Er saugt sie förmlich aus, nimmt ihr alle Energie, um seinen Zustand, seinen Mangel zu kompensieren. Durch die ewige Hinhaltetaktik, die in manchen Affären teilweise über 30 Jahre und länger geht!, wird die Geliebte noch mehr geschwächt. Es verhält sich wie eine Sucht. Er ist wohl für ihre Misere mitverantwortlich, nichts desto trotz, verschaffen ihr die wenigen Treffen und Hoffnungsschimmer immer wieder Linderung in ihrem Leiden.
Es gibt zu dieser Beziehungsführung einen wesentlichen Grundsatz:
"Dort, wo er Linderung findet, beginnt das Leiden der Geliebten" Dieser Satz ist logisch! Denn in dem Moment, wo er
die
Geliebte findet, ist sein Problem beendet!
Er hat endlich eine unkomplizierte Lösung für sein Problem gefunden - die Geliebte! Er kommt nicht mehr im Traum auf die Idee, sich trennen zu wollen. Die Situation ist erstens äußerst bequem und zweitens auch noch kostengünstig. Würde er sich Sex bei einer Prostituierten holen, müsste er auch noch richtig in die Tasche greifen. Die Geliebte stellt zudem meist ihre eigene Wohnung für die Treffen zur Verfügung, umsorgt ihn mehr als nötig, umgarnt ihn, schmeichelt seinem Selbstbewußtsein und ist auch der Frau gegenüber verschwiegen, da sie ihn ja nicht verlieren will. Die Rechnung für ihn geht völlig auf!
Das Lösen aus diesem Konstrukt ist ein harter Kampf, aber zu schaffen. Freunde sind eine wichtige Hilfestellung in der nicht zu unterschätzenden Misere. Vanessa Eden schreibt in ihrem Blog, wie sie es geschafft hat, sich aus dieser destruktiven Beziehung lösen zu können.
Die Opferrolle der Geliebten kann unter dem Gesichtspunkt des
Helfersyndroms auch ein Heilungsprozess sein! Man muss diesen als Frau einfach nur erkennen wollen und aktiv an seiner eigenen Situation arbeiten, um nicht wieder anfällig für eine solche Beziehung zu sein. Es gilt auch hier das Motto und Buchtitel: "Jeder bekommt den Partner, den er verdient!" - nämlich so lange, bis er sein eigenes Verhalten ändert.
Selbstliebe, in seiner eigenen Mitte sein, Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein sind wichtige Dinge, die im konstruktiven Heilungsprozeß angekurbelt werden. Frauen, die in die Geliebtenfalle tappen, sollten anfangen an sich zu arbeiten!
Vanessa Eden | Kurtisane der Moderne