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Hygiene im Schlafzimmer

Autor: hop | Erstellt am: 06.02.2009 | Gelesen: 1707
Kategorie: Haus - Garten & Heimwerk | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Der unsichtbare Feind in unseren Betten!

Peter Klaft macht einen Allergentest vom reichlichen Material der kurzen Absaugungungszeit
Peter Klaft macht einen Allergentest vom reichlichen Material der kurzen Absaugungungszeit
Brachttal-Spielberg (hop) - Die Spielberger Landfrauen hatten zu einem Vortrag über Hygiene im Schlafzimmer gebeten und die nahezu unsichtbaren Feinde in jedermanns Betten hatten rund 30 Interessierte angelockt.

Der Spielberger Peter Klaft, vielen schon bekannt als "Lackdoktor", stellte zusammen mit seiner Frau Andrea ihren neuesten Geschäftsbereich mit einem interessanten Vortrag vor.

Jeder dusche sich, reinige die Kleidung und auch im Schlafzimmer würden Bettwäsche und Gardinen regelmäßig gewaschen. Die Matratzen aber würden üblicherweise schändlich vernachlässigt, sei oft der schmutzigste Gegenstand im Haushalt. Über lange Zeiträume wurden Stroh- oder Heusäcke als Schlafunterlage benutzt. Das Material wurde dabei regelmäßig gegen frisches ausgetauscht und der Sack gewaschen. Als die dreiteiligen Matratzen aufkamen, wurden auch diese regelmäßig im Freien ausgeklopft und zusammen mit dem Bettzeug Luft und Licht ausgesetzt. Hinzu kam, dass Schlafstuben kalt und gut belüftet waren. So war eine ausreichende Hygiene gegeben. Heute jedoch bieten Matratzen einen hohen Schlafkomfort und können lange genutzt werden. Aber sie sind auch sperriger, die Schlafzimmer gewärmt und es fehlt die Zeit, das Bettzeug im Freien zu lüften. Fein gemachte Betten mit Tagesdecken sind heute eher die Regel.

Menschen verlieren pro Nacht etwa 1,5 Gramm Hautschuppen und 1,5 Liter Schweiß. Hinzu kommen unter Umständen Urinspuren, Sperma- und Blutreste. Zusammen mit den normalen Feinstaubpartikeln bilden vor allem die Hautschuppen eine ideale Grundlage für Schimmel und bieten diesen unliebsamen Mitbewohnern feinste Nahrung. Denn die winzig kleinen Hausstaubmilben lieben es feucht, warm und dunkel. Ihre Lieblingsspeise sind Hautschuppen, die nächtliche Ausbeute davon speist 100 000 Milben. Diese gepanzerten, wie Urzeitwesen anmutenden Kerlchen verursachen dafür mit ihrem Kot heftigste Allergien bis hin zum Asthma. So ist erklärlich, dass ein guter Teil der heute so häufigen Überempfindlichkeiten auf den Feind im Bett auf mangelnde Hygiene im Schlafzimmer zurückzuführen sind. Besonders übel ist es dabei für die empfindlicheren Kinder, die so sehr frühzeitig zu lebenslangen Allergikern werden können. Linderung bringen dann nur etwa Antihistaminika, Sprays oder eine Hyposensibilisierung.

Je älter die Matratzen, desto mehr allergieauslösende Substanzen (Allergene) enthalten sie. Besonders heikel ist die Matratzenhygiene in Hotels. Mit normalen haushaltsüblichen Mitteln kann man der schmarotzenden Spinnentierchen nicht Herr werden. Feuchtigkeit ist per se ein striktes Tabu, also auch kein Einsatz von Dampfreinigern. Die handelsüblichen Staubsauger saugen bestenfalls an der Oberfläche der Matratze und wenn nicht allerfeinste Filter implementiert sind, verteilen sie sogar den Milbenkot noch zusätzlich in der Wohnung.

Als Grundregel ist eine jährliche Tiefenreinigung vom Profi sinnvoll. Mit dem von Klaft vertretenen System konnte er nach gründlicher Ausbildung und Zertifizierung anhand einer "normal" verschmutzten Matratze schon in acht Minuten solche Mengen gräulichen Schmutzes herausholen, dass die atemlos lauschenden Zuhörer diesen mit einer Mischung aus Faszination und Ekel betrachteten. Das passiert mittels eines Saugers, der hochfrequente Schwingungen absondert, die Schmutzpartikel ablöst, pulverisiert und dieses Pulver mit einem Vakuum firekt vor Ort absaugt.

Gleichzeitig bewirkt UVC Strahlung eine weitgehende Abtötung von Bakterien, Viren und Sporen, diese chemiefreie Desinfektion ist im medizinischen Bereich längst etabliert und ist für Menschen unschädlich. Die normale Zeitdauer liegt abhängig vom Verschmutzungsgrad bei etwa 20 Minuten pro Matratzenseite, die Matratze verbleibt derweil im eigenen Schlafzimmer. Dann kann von dem entnommenen Material gleich ein Allergentest durchgeführt werden, den Klaft auch hier vor den Augen der sichtlich beeindruckten Besucher machte.

Barbara Hoppe
 
 
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