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Hundekrankenversicherung übernimmt Tierarztkosten

Autor: Tania69 | Erstellt am: 22.02.2014 | Gelesen: 2393
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: rateArateBrateBrateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Tierarztkosten beim Hund können sich schnell aufsummieren, eine Hundekrankenversicherung gibt finanzielle Sicherheit.

Hundekrankenversicherung übernimmt Tierarztkosten
Hundekrankenversicherung übernimmt Tierarztkosten
Der Hund ist nicht umsonst der beste Freund des Menschen. Er ist treu, ein loyaler Lebensbegleiter, ein zuverlässiger Spielgefährte sowie eine emotionale Stütze. Hundehalter sind deshalb bereit, große Kosten zu schultern, um ein solches Tier in ihrem Leben zu halten: In Niedersachsen kommt zur obligatorischen Hundesteuer sowie der Hundehaftpflicht beispielsweise noch der Hundeführerschein hinzu. Nicht zu vermeiden sind auch Tierarztbesuche, die häufig ein besonders schmerzhaftes Loch ins Budget reißen, da sie ungeplant sind. Eine Hundekrankenversicherung kann hierbei helfen, die Tierarztkosten zu übernehmen. Allerdings nicht unbegrenzt und nur dann, wenn Sie sich wirklich für die passende Police entschieden haben.

GOT: So rechnen die Tierärzte ab

Wenn Sie in Ihrem Leben schon bei mehr als einem Tierarzt wären, sind Sie leicht versucht zu denken, diese könnten Ihre Preise frei bestimmen. Häufig gibt es extreme Kostenunterschiede. Tatsächlich sind die Veterinärmediziner an die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) gebunden, die von der Bundesregierung bestimmt wird. Die aktuelle Version stammt aus dem Jahr 2008. Die hierin beschriebenen Höchst- und Tiefstpreise für bestimmte Behandlungsformen dürfen nicht verletzt werden. Der Eindruck, dass die Preise beliebig festgesetzt werden dürfen, ergibt sich durch die hohe Spannbreite. Abhängig von der Tageszeit, dem Wochentag sowie der Region erlaubt es die GOT, auch das Dreifache des eigentlichen Satzes abzurechnen.

Ein Beispiel, das auch zugleich verdeutlicht, wieso eine Hundekrankenversicherung nützlich ist: Die Verschreibung eines Futterarzneimittels kostet gewöhnlich 5,72 Euro. Die entsprechende Summe kann jedoch bis auf 17,16 Euro ansteigen. Die Zeitgebühr - also der Betrag, den die Tierärzte für ihre Präsenz ansetzen dürfen - schwankt pro 15 Minuten zwischen 14,30 Euro und 42,90 Euro. Die Kennzeichnung durch einen Chip darf mit 5,72 Euro bis zu 17,16 Euro abgerechnet werden. Impfungen, die für den Hund besonders wichtig sind, kosten zwischen 4,01 Euro und 12,03 Euro. Operationen kosten fast immer einen drei- bis vierstelligen Betrag. Die Behandlung einer schwierigen Fraktur kann beispielsweise mit bis zu 1030,77 Euro abgerechnet werden.

Die Hundekrankenversicherung lohnt sich für jede Rasse

Bei einer Hundekrankenversicherung macht es aufgrund der vielfältigen Behandlungsanforderungen keinen Sinn, zwischen den einzelnen Rassen zu differenzieren. Sie sollte immer abgeschlossen werden. Schneller entdeckt man den Mehrwert einer Hundekrankenversicherung allerdings bei großen Tieren: Tabletten müssen für diese höher dosiert werden, Operationen werden komplizierter. Liegt das Gewicht Ihres Hundes über 20 Kilogramm, sollten Sie eine Hundekrankenversicherung abschließen, um Ihren eigenen finanziellen Einsatz in einem wirtschaftlich überschaubaren Maß zu halten.

Ein Hundekrankenversicherung Vergleich ist unbedingt empfehlenswert

Eine Hundekrankenversicherung ist vergleichbar mit einer Zusatzversicherung für den Menschen: Eine Selbstbeteiligung ist praktisch immer gefordert. In der Regel übernimmt die Hundekrankenversicherung, außer den üblichen Tierarztkosten, nur die Kosten für Operationen im vollen Umfang - und auch hier gibt es einen jährlichen Höchstbetrag, der durchschnittlich bei 3.000 Euro liegt. Für sonstige Maßnahmen verlangt die Hundekrankenversicherung entweder immer eine Zuzahlung und/ oder deckelt Ihre Leistungen ebenfalls nach oben pro Versicherungsjahr. Diese Klauseln sind unverzichtbar für die Versicherungsanbieter, da die Versicherung für die Versicherungsnehmer sonst bald unbezahlbar würden. Als Beispiel: Der Durchschnittsbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung für den Menschen, die ebenfalls nicht ohne Zuzahlung auskommt, lag 2013 monatlich bei rund 328 Euro.

Eine Hundekrankenversicherung kann je nach Rasse, Alter und Größe zwischen ca. 200 Euro - 700 Euro Jahresbeitrag liegen.

Bevor Sie eine Hundekrankenversicherung abschließen, sollten Sie deshalb einen umfassenden Vergleich durchführen, um die für Ihr Tier und Ihre finanziellen Möglichkeiten passende Police zu finden. Folgende Fragen sollten Sie dabei stellen:
  • Gibt es Leistungshöchstgrenzen der Hundekrankenversicherung und wo liegen diese?
  • Welche Leistungen trägt die Hundekrankenversicherung bis zur Höchstgrenze voll?
  • Verlangt die Hundekrankenversicherung eine pauschale oder prozentuale Zuzahlung für Behandlungen?
  • Gibt es bestimmte Tierarztkosten, welche die Krankenversicherung explizit nicht abdeckt?
  • Gibt es bestimmte Auflagen der Krankenversicherung, wie beispielsweise regelmäßige Untersuchungen, die Sie erfüllen müssten?
  • Sind bestimmte Vorerkrankungen ausgeschlossen oder verteuern diese die Krankenversicherung?

Ein abschließender Tipp:Finden Sie den passenden Kompromiss:

Sie können sich bei der Krankenversicherung für Hunde schnell für ein Extrem entscheiden: Entweder zahlen Sie sehr wenig, erhalten dafür aber auch kaum Leistung oder Sie haben einen breit gefächerten Schutz, zahlen dafür aber auch Beträge, die eigentlich zu hoch sind. Finden Sie einen gesunden Kompromiss, der Ihr Tier angemessen schützt, aber auch Ihr Budget nicht überfordert.

Autorin: Tania Dählmann
Verbraucher-Forum Versicherungsmakler e.K.
Kornstr. 2, 31655 Stadthagen
Internet: www.verbraucherforum-info.de
Tel: 05721-82283
Foto: Fotalia.com

 
 
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