HSPA Evolution, auch
HSPA+ oder im englischen Sprachraum
Evolved HSPA genannt, verspricht schnelleren Netzwerkzugang für unterwegs. HSPA Evolution ist eine Erweiterung des bereits bekannten HSPA-Verfahrens (High Speed Packet Access). Bei Einführung werden im Downstream Geschwindigkeiten von 28 MBit pro Sekunde und 11 MBit/s im Uplink erwartet. HSPA Evolution erreicht diese Geschwindigkeiten durch eine bessere Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Frequenzraumes des UMTS Netzes.
In Österreich wird HSPA Evolution bereits mit diesen Werten auf Basis von Ericsson-Technologie eingesetzt. In einem Demonstrationsnetz in der Nähe von Stockholm wurden bereits 42 MBit pro Sekunde gezeigt. Angeblich lässt sich eine bestehende HSPA Evolution Infrastruktur per Softwareupdate auf diese Geschwindigkeit bringen.
Die erhöhte Geschwindigkeit wird durch MIMO (multiple input, multiple output) erreicht. Das heitßt, sie funktioniert nur, wenn das mobile Gerät in Reichweite von mindestens zwei Festpunkten bzw. Antennenanlagen steht. In diesem Falle verbindet sich das Mobilgerät mit beiden Festpunkten und überträgt die Daten aufgeteilt parallel an beide. Durch die Verdopplung der Verbindung ist rein theoretisch eine Verdopplung der Übertragungsgeschwindigkeit ereichbar. Allerdings bleibt abzuwarten, wie das System dann in der Praxis funktioniert. Besonders in Bereichen hoher Netzlast - also dort, wo viele Nutzer gleichzeitig mit
HSPA Evolution online gehen wollen - könnte es sein, das diese Vervielfachung nicht erreicht wird, weil schlicht nicht genügend freie Festpunkte zur Verfügung stehen. Inwiefern sich eine solche Netzlast ohne Errichtung weiterer Festpunkte ausbalancieren läßt, kann nur die Praxis zeigen.
Fazit: Mit HSPA Evolution wird eine mit VDSL vergleichbare mobile Anschlußlösung auf Basis der bestehen UMTS Infrastrukturen den Markt erobern.
Torsten Heinsius