Nationalsozialistischer Spielmannszug auf der Heerstraße
Horn-Lehe im Nationalsozialismus Veranstaltung der Chronik Horn-Lehe
Millionen von Kriegstoten und -verletzten, zerstörte Städte und mehrere Millionen ermordeter Juden – das war das Ergebnis von nur 12 Jahren nationalsozialistischer Herrschaft. Wie konnte es dazu kommen und wie lebte es sich in dieser Zeit der Unfreiheit mit der täglichen Angst um das Leben?
Dieser Frage geht Michael Koppel anhand von Fotografien, Dokumenten und Berichten von Zeitzeugen in der nächsten Veranstaltung der Chronik-Horn-Lehe nach. Dabei spannt sich der Bogen von den Ursachen für den Wahlerfolg der Nationalsozialisten, über die Machtergreifung bis zum Einmarsch der Engländer üner die Leher Heerstraße am 26.4.1945.
Ein dreiviertel Jahrhundert nach der Machtergreifung sind die Spuren nationalsozialistischer Herrschaft in Horn-Lehe beseitigt – als hätte es diese Zeit nie gegeben. Nur die älteren Horner können noch berichten vom Parteihaus an der Leher Heerstraße, von Spielmannszügen in den Straßen Horns, vom Durchmarsch von Truppen, dem Kriegsgefangenenlager an der Achterstraße, der Flakstellung im Leher Feld, den Bunkern an Vorstraße, Tietjenstraße, und Lilienthaler Heerstraße oder den zahlreichen Bombenangriffen, Kinderlandverschickung, Barrikadenbau und den Einmarsch englischer Truppen, von Tätern und Opfern.
Neben Fotografien und Berichten von Horner Zeitzeugen gibt es als besonderes Dokument einen kurzen Filmausschnitt mit den Folgen des schwersten Luftangriffs auf Horn-Lehe, bei dem die Häuser an der Ecke Riensberger-/Horner Heerstraße völlig zerstört und die Familie Schindler mit Ihren Kindern getötet wurde. Die tiefe Betrofenheit viele Horner zeigt, dass eine alte Hornerin die Todesanzeigen bis zum heutigen Tage aufgehoben hat.
Michael Koppel