RMS-Scriptorin
Hintergrundkopiermaschine
Im März 1864 stellt Wothly seine Hintergrundcopiermaschine in den Photographischen Monatsheften vor. Als Argumente für sein Tool erklärt er, dass die bisher eingesetzten Glas-Vignetten kostspielig und zerbrechlich sind. Das Einbrennen der Umrissfarben vermindert die Transparenz der Mitte. Eine weitere Methode ist eine Art Passepartout, um einen abgetönten Hintergrund bei Kopien zu erzielen. Das Papp-Passepartout muß von einem Assistenten gehalten werden. Daher wird nur ein Bild pro Kopiervorgang erzielt. Wothly ersetzt den Assistenten durch eine Maschine. Fortan ist eine beliebige Anzahl von Kopien mit variabler Einstellung der Pappdeckel möglich. Die Drehung des Tisches verbessert laut Wothly den Lichteinfall. Die von Wothly konstruierte Hintergundkopiermaschine lässt er in der Maschinenfabrik von Johann de Houben auf dem Karlsgraben in Aachen anfertigen.
©RMS-Scriptorin, alias: Rosa-Marita Schrouff