Belastung für die Gesundheit unterhalb der Grenzwerte
Das Wort Elektrosmog geistert immer mal wieder durch Presse, Fernsehen und Internet. Da ist die Rede von hoher Strahlung, der sich jeder Mensch an Wohn- und Arbeitsplatz durch verschiedene Elektrogeräte aussetzt, aber auch von
Hochspannungsleitungen, Umspannwerken und all den neuen Errungenschaften der modernen Welt, durch die unser Leben so viel leichter werden soll. Zwar wird bisher vermutet, dass nur ein bis sechs Prozent der Bevölkerung unter
Gesundheitsprobleme durch Elektrosmog zu leiden hat, aber sogar unterhalb der festgelegten Grenzen für elektromagnetische Emissionen treten Schwierigkeiten wie Schlaflosigkeit verbunden mit allgemeiner Mattigkeit und Antriebslosigkeit vorrangig dort auf, wo Emissionen messbar sind. Wer sich einmal verdeutlicht, wo überall solcherart Strahlung auftritt, wird vermutlich erschrecken.
In der Wohnung geht es bei Fernseher, Radiogerät und Radiowecker los, beinhaltet Mikrowelle, Staubsauger, Waschmaschine und Trockner und endet noch lange nicht bei Mixer, Küchenmaschine und Computer. Sicherlich kann man dagegen halten, dass ein großer Teil dieser Geräte nur ausstrahlt wenn sie eingeschaltet sind. Aber die elektrischen Leitungen in den Wänden ebenso wie die Überlandleitungen und Handys wie auch andere Kommunikationseinrichtungen emittieren auch, wenn kein Gerät angeschlossen ist oder gerade keine Kommunikation stattfindet.
Zu beachten ist hier der Standby – Effekt, der bei Dimmern, Fernsehern, Musikanlagen oder Netzgeräte für mobile Verbraucher entsteht. Genau genommen strahlen also sogar Mauern und Dächer in geringem Maße, da die Null – Leiter jeder Stromverbindung in die Erde gesenkt werden und somit alles miteinander verbinden. Sogar die Werkleitungen für Fernsehen, Fernwärme, Telefon und Wasser führen Ströme und können durch die stetige Ladungs- und Entladungstätigkeit starke Feldbelastungen verursachen.
Andreas Mettler