Makler Hengstebeck sucht neuen Schlossherren.
Früher war das Herrenhaus am Schmerhöfeler Weg im Besitz Adeliger, heute gehört das Haus Bögge Dr. Christian Kahl. Der Hersteller von Ladestationen für Elektroautos hat ein ausgefallenes Hobby: Er sammelt in ganz Deutschland Schlösser und bewohnt seine herrschaftlichen Anwesen reihum. Von seinem Schmuckstück in Nordbögge möchte er sich jedoch trennen. Er hat einfach zu wenig Zeit für zu viele Schlösser. Christian Kahl gab das Haus Bögge nun dem Unnaer Immobilienmakler Helmut Hengstebeck in vertrauensvolle Hände, um einen neuen Schlossherren zu finden.
„Das Haus Bögge ist Teil eines ehemaligen Guts und ist wohl das schönste Kulturdenkmal Bönens", sagt der Unnaer Immobilienexperte Helmut Hengstebeck. 1870 wurde das Haus Bögge im Windsor-Stil erbaut. Damals führten die Eigentümer des ehemaligen Herrenhauses allesamt einen Adelstitel: Sie hießen von Bögge, von Hoete, von Dombroick, von Plettenberg, von Bodelschwingh und von Quadt-Hüchtenbruck. „Heutzutage braucht man kein blaues Blut, um das Anwesen zu erstehen", erklärt Hengstebeck mit einem Augenzwinkern. Dieses Objekt lässt das Herz des routinierten Maklers sichtlich höher schlagen: „Eine solche Immobilie, die ein Stück Zeitgeschichte der Region wiederspiegelt, verkauft man schließlich nicht alle Tage", freut sich Helmut Hengstebeck.
Wer sich auf den Weg zum Haus Bögge macht, sieht von der Straße aus nur die Turmspitze des Backsteingebäudes. Ein dichter Baumbestand umgibt das Haus. Fast scheint es so, als warte das ehrwürdige Gemäuer darauf, aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst zu werden. Neben privatem Wohnen ist die Nutzung als Firmensitz, Gastronomie oder Hotel nach Auskunft des Immobilienexperten denkbar.
Im Erdgeschoss befindet man sich zunächst in einer sehr imposanten zweigeschossigen Eingangshalle. „Hier führt eine freitragende Eichentreppe ins Obergeschoss", beschreibt Helmut Hengstebeck den faszinierenden Eindruck, der sich beim Betreten des Herrenhauses bietet. Originalfliesen mit schmucken Ornamenten zieren den Boden. Durch eine der schweren Holztüren gelangt man in einen Saal mit einer einladenden Tafel. „Den Bewohnern stehen auf insgesamt 600 m² Wohnfläche 15 weitere Räume jeweils mit einem eigenem Kaminabzug zur Verfügung", umreißt der Immobilienexperte das großzügige Platzangebot. Im Kellergewölbe befindet sich sogar noch der Brotbackofen von anno dazumal. Ein gemütlicher Kachelofen gehört ebenso zur Ausstattung wie viele andere Details, die im Originalzustand belassen wurden, um den historischen Charakter des Hauses zu erhalten. „Die Sanitäranlagen und die Haustechnik sind natürlich auf dem heutigen Stand", betont Hengstebeck. Theoretisch könne man direkt einziehen.
Autor: Jens Ole Wilberg, PR:Event:Wilberg
Helmut Hengstebeck
Steuerfachangestellter und geprüfter Hausverwalter (MA)
Schwerpunkte:
Verwaltung von Mietshäusern und Verkauf von Immobilien
Zur Person:
- nach seinem BWL-Studium 1992 sammelte Helmut Hengstebeck bei einem Gewerbeimmobilienmakler in Frankfurt erste Erfahrungen in der Immobilienwirtschaft
- bis Ende der 90er Jahre verkaufte Hengstebeck Kapitalanlageimmobilien
- 2002 Gründung einer eigenen Hausverwaltung
- seit 2007 Kooperation zwischen dem Architekten Michael Deterding und Helmut Hengstebeck
- 2008 wird die Deterding & Hengstebeck Immobilien GmbH gegründet
- seit 2009 ist Helmut Hengstebeck Franchisenehmer von ERA, dem mit 3500 Büros größten Maklerverbund der Welt