ShenDo Shiatsu Institut West
Blickt man auf die historische Entwicklung von Shiatsu, muss man sich auf eine lange Reise bis ca. 500-600 Jahre vor Christus auf den Weg machen.
Zu dieser Zeit entwickelte sich in China ein umfassendes Übungssystem zur Selbstbehandlung durch Massage, Druckpunktanwendungen und Leibesübungen. Es diente vor allem der Gesunderhaltung. Dieses System, das
Tao-Yin (
japanisch Do-In), war tief verwurzelt mit den Grundlagen der traditionellen Medizin (TCM), die sich auf die Meridianlehre und das naturbezogene Konzept der Fünf Elemente bezieht.
Im 10. Jahrhundert n. Chr. schwappte die Bekanntheit der TCM auch nach Japan über. In Verbindung mit der dort vorherrschenden Vibrationsmassage Amma und dem Tao-Yin etablierte sich ein neues System, das eine enge Verbindung mit dem heutigen Shiatsu aufweist.
Amma war eine Vibrationsmassage mit den Handtellern und durfte vor ca. 300 Jahren nur von Ärzten durchgeführt werden. Allerdings gab es auch noch etliche Amma-Therapeuten, deren Arbeit noch auf einer traditionellen Haltung basierte. Da Amma zu dieser Zeit gesetzlich ganz klar geregelt war, erfanden die traditionellen Amma-Therapeuten den Begriff
Shiatsu, um diese Bestimmungen zu umgehen, und um ihre Gesundheitspraxis weiter zu gewährleisten.
Mitte der fünfziger Jahre wurde dann Shiatsu als legitime Methode von der japanischen Regierung anerkannt. Die heutige Definition des japanischen Wohlfahrtsministeriums lautet:
„Shiatsu ist eine Form der manuellen Behandlung, bei der Daumen, Finger und Handteller, jedoch keine mechanischen oder andersweitigen Instrumente benutzt werden, um Druck auf die Haut auszuüben. Ziel einer Behandlung ist es, innere Fehlfunktionen zu korrigieren, um Gesundheit zu fördern und zu erhalten und um bestimmte Krankheiten zu behandeln."
Den größten Verdienst an der Anerkennung von Shiatsu in Japan hat wohl Tokujiro Namikoshi, der 1925 in Hokkaido das japanische Shiatsu-Institut gründete. Er verband Shiatsu mit der westlichen Medizin und konzentrierte seine Körperarbeit stark auf die muskulären Strukturen. Shitsuto Masunaga integrierte an seinem Iokai Shiatsu Center in Tokio wieder die philosophischen und medizinischen Prinzipien der östlichen Medizin in seine Arbeit. Zwischen diesen beiden Stilen wurden seither immer wieder neue und differenzierte Variationen kreiert.
Im Westen wurde Shiatsu erst in den siebziger Jahren bekannt, wo die Shiatsu Arbeit hauptsächlich von Namikoshi- oder Masunaga Stilen und Mischformen geprägt ist.
ShenDo Shiatsu orientiert sich an dem System der Fünf Elemente. Der besondere Schwerpunkt in der ShenDo Shiatsu Ausbildung liegt vor allem auch in der Gesunderhaltung des Klienten. Ergänzt wird
ShenDo Shiatsu dabei durch die Do In Körperübungen, die dem Klienten zur Gesundheitsprävention mitgegeben werden können.