Was tun: Schlafstörung
Der nächtliche Schlaf hat enorme Bedeutung für das körperliche Wohlbefinden. Wer nicht gut schläft ist am nächsten Tag nicht nur reizbar und unausgeglichen, auch die Konzentration und damit die Leistungsfähigkeit nehmen ab. Zieht man hinzu, dass wir täglich rund 6 bis 8 Stunden in unseren
Betten verbringen, wird klar, wie eng Schlafqualität und Lebensqualität miteinander zusammenhängen.
Doch viele Menschen haben Probleme damit, abends zur Ruhe zu kommen. Sie liegen mitunter stundenlang wach, wälzen sich von einer Körperseite auf die andere und machen sich endlose Gedanken, die sie noch mehr vom Einschlafen abhalten. In solchen Fällen redet man von Einschlafstörungen. Für die gibt es mittlerweile wie für so vieles eine unglaubliche Fülle an Medikamenten, wie z.B. die bekannten Schlaftabletten. Doch Medikamente helfen nicht wirklich, sie wenden sich nur gegen die Symptome, nicht aber gegen die Ursachen. Dazu, wie man solchen Einschlafproblemen auch ganz ohne Medikamente begegnen kann und dennoch zur verdienten Nachtruhe kommt, sollen an dieser Stelle Anreize gegeben werden.
Priorität sollte die Beseitigung der möglichen Gründe für die Schlaflosigkeit haben. Zu viel Stress in Beruf oder Beziehung ist eine der häufigsten Ursachen. Gerade bei älteren Personen kann aber auch genau das Gegenteil das Problem sein. Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben ist der Alltag bei vielen Senioren von Inaktivität gekennzeichnet. Das in Verbindung mit dem verringerten Schlafbedürfnis, das ältere Menschen haben, kann schnell dazu führen, dass der Körper einfach „nicht müde" ist. Hier sollte man entweder versuchen, den Tag mit zusätzlichen Aktivitäten zu füllen oder die Schlafenszeit einfach zu reduzieren und dafür lieber kürzer, aber fester zu schlafen.
Es gibt aber auch Wege, auf denen man dem Körper signalisieren kann, dass es Zeit ist einzuschlafen. Am besten funktioniert ein regelmäßiger Tagesrhytmus. Schon nach wenigen Tagen, in denen man zur selben Zeit einschläft pendelt sich die innere Uhr ein und die Müdigkeit kommt von allein. Zusätzlich bietet es sich an, den Schlaf als Ruhephase bereits eine halbe oder eine volle Stunde vorher einzuleiten, indem man die Aktivität bewusst zurückfährt. Passive Tätigkeiten wie Fernsehen oder leise Musik hören, können in Verbindung mit gedämpften Licht wahre Wunder wirken.
Bekannte Wachmacher wie Nikotin oder Koffein wirken lange nach; auch sie können daher ursächlich für Einschlafprobleme sein. Wenn die Einschlafstörungen aber trotz aller Maßnahmen nicht abnehmen oder sich sogar verschlimmern, sollte man seine Scheu überwinden und einen Arzt konsultieren, der insbesondere bei der Suche nach den Ursachen behilflich sein kann.