Der Mensch schwitzt jeden Tag, und das ist gut so. Denn dieser lebensnotwendige Vorgang im Körper reguliert unsere Temperatur so dass wir nicht überhitzen. Doch manche Menschen schwitzen selbst dann, wenn es nicht heiß ist, wenn sie gesund sind und wenn sie keinen Sport treiben.
Tatsächlich leiden im Durchschnitt ca. 2% der Bevölkerung unter verstärktem Schwitzen – das sind in Deutschland allein fast 2 Millionen Menschen! Wer unverhältnismäßig stark schwitzt, und dabei weder krank, zu viel Hitze ausgesetzt oder körperlich angestrengt ist, kann gegen die unkontrollierten Schweißausbrüche oftmals ohne Hilfe von außen wenig tun.
Daher ist es für viele Betroffene sehr hilfreich, wenn sie ausführlich über die zur Verfügung stehenden Hilfen gegen Schwitzen informiert werden.
Hilfe gegen Schwitzen – Die Methoden
Zur Hilfe gegen das exzessive Schwitzen gibt es einige Methoden, die schon lange erfolgreich angewendet werden. Aber auch völlig neuartige Antitranspirante können dem Schwitzen wirksam Einhalt gebieten. Hier die effektivsten Methoden gegen Schwitzen:
- Iontophorese: Die Iontophorese gibt es schon ca. 50 Jahren und ist eine gute Hilfe gegen Schwitzen, die besonders bei Schweißhänden und Schweißfüssen erfolgreich angewendet wird. Hierbei wird Leitungswasser und elektrischer Strom zur Eindämmung der Schweißproduktion verwendet.
- Antitranspirants: Dies sind zuverlässige Anti-Schwitzen-Produkte (zumeist als Deo-Roller), die die Schweißdrüsen öffnen, in sie eindringen und sie blockieren bzw. verschließen. So kann kein Schweiß mehr aus den Poren austreten. Besonders wirksam bei Personen mit starkem Achselschweiß.
- Medikamente gegen Schwitzen: Um nicht gleich mit der Chemiekeule anzufangen, gibt es auf dem deutschen Markt einige pflanzliche (und rezeptfreie) Medikamente, die gegen das Schwitzen eingesetzt werden. Hier wird Salbei eingesetzt, das mild und schonend wirkt und die Schweißproduktion am ganzen Körper reguliert.
- Botox: Hierbei wird das Nervengift Botulinum gespritzt, das die Nervenübertragung zwischen Muskeln blockiert. Dies führt dazu, dass die Muskeln in der Nähe der Einstiche für längere Zeit gelähmt werden. Dadurch wird die Schweißproduktion für ca. ein halbes Jahr gestoppt. Besonders bei Achselschweiß gut geeignet, die Anwendung muss allerdings wiederholt werden.
- Sympathektomie: Dies ist ein operativer Eingriff, bei dem die sympathischen Nerven in der Nähe der Wirbelsäule, die für die Bildung von Schweiß verantwortlich sind, funktionsuntüchtig gemacht.
>>Wesentlich ausführlichere Informationen zu allen beschriebenen Hilfen gegen Schwitzen findet man auf unserer Webseite. geschrieben von Kim Seilfelder.