Teufelskreis der Rückenschmerzen durchbrechen
Mangelnde Bewegung, langes Sitzen, falsche oder einseitige Belastung und schlechte Körperhaltung wirken sich auf die Dauer meist als
Rückenschmerzen aus. Bereits drei Viertel aller Deutschen klagen ab und an über Rückenschmerzen. Bereits bei acht Millionen Bürgern sind die Rückenschmerzen chronisch. Die beste Vorbeugung und die effektivste Art die Beschwerden zu lindern ist aktive und gezielte Bewegung. Das Motto lautet vor allem die Muskeln zu stärken, denn nur gestärkte Muskeln können oft diesen Teufelskreis der Rückenschmerzen durchbrechen. Die Beschwerden der Rückenschmerzen werden nämlich oft durch eine falsche Schonhaltung langfristig verstärkt. Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen reichen oft Physiotherapie, leichte Schmermittel und viel Bewegung.
Reichlich Bewegung
Gerade in Zeiten von Rückenschmerzen ist längeres Liegen oder sogar Bettruhe absolut nicht empfehlenswert, denn diese einseitige Haltung verstärkt die Beschwerden weiter. Im Gegenteil, Körperabschnitte die nicht stark schmerzhaft sind sollten in Bewegung bleiben. Denn dies verhilft zu einer guten Durchblutung und diese wird benötigt um schädliche Substanzen aus dem Körper zu transportieren. Dabei werden auch körpereigene schmerzhemmende Stoffe produziert und somit die Schmerzwahrnehmung reduziert. Wer aber lange Zeit Körperlich nicht aktiv war, sollte sein Bewegungsprogramm über eine fachliche Anleitung zusammenstellen lassen.
Die Entlastung der Wirbelsäule
Um den Ischiasnerv und die Wirbelsäulenmuskulatur zu entspannen hilft neben der Aktivität auch eine gezielte Entlastungslagerung. Hierzu legt man sich beispielsweise flach auf den Boden und zieht die Unterschenkel zu einem rechten Winkel bildend hoch. Durch diese Lage können die Bandscheiben die benötigte Flüssigkeit für eine optimale Pufferfunktion aufnehmen. Auch Physiotherapeuten können mögliche Entlastungsstellungen für eine Bandscheibenschonende und schmerfreie Lagerung aufzeigen.
Die Schonhaltung vermeiden
Die Schonhaltung führt wie oben schon erwähnt zu einem Teufelskreislauf. Denn bei ihr werden bestimmte Muskelgruppen deutlich beansprucht und diese verspannen dann zusätzlich. Die Schonhaltung ist keine ausgeglichene Körperhaltung und schadet dem Körper also mehr als was sie diesem nützt.
Wärme hilft bei Verspannungen
Gerade bei verspannten Muskeln kann Wärme schnell und effektiv helfen. Hierzu beispielsweise einfach eine Wärmflasche oder ein Wärmekissen auf die betroffene Stelle legen. Die Wärme lässt die Muskulatur durchbluten und eine entspannende Wirkung tritt ein.
Richtiges Rückentraining
Gerade zu Beginn eines Rückentrainings helfen spezielle Rückenschulen von Physiotherapeuten. Denn diese achten gezielt darauf, dass die Wirbelsäulengelenke schonend mobilisiert werden und verkürzte Muskeln wieder gedehnt werden. Dabei wird die Rumpfmuskulatur gekräftigt und legt sich wie ein stützendes Korsett fest um die Wirbelsäule.
Massagen unterstützen
Wenn nicht gerade ein aktiver Bandscheibenschaden vorliegt, helfen bei Rückenschmerzen auch Massagen sehr gut. Diese Massagen helfen ebenso die Muskulatur besser zu durchbluten. Somit beruhigt sich auch das Nervensystem und die Verspannungen können sich lösen.
Stress reduzieren
Nicht selten führt auch psychische Belastung zu Verspannungen. Diese wirken sich dann ebenfalls auf die Muskeln der Wirbelsäule aus. Oft sind nämlich Rückenschmerzen ein Zeichen für viel zu großen Stress. Neben dem Versuch Stress abzubauen helfen auch Entspannungsübungen und auch die oben erwähnten Massagen greifen hier ein.
Eine gute Haltung zu schulen und mögliches Übergewicht zu reduzieren sowie Stress abzubauen tun dem Rücken also unsagbar gut. Wenn Rückenschmerzen immer stärker werden oder sogar Lähmungserscheinungen auftreten, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Dieser muss dann Rückenschmerzen von einem Bandscheibenvorfall oder anderen schweren Erkrankungen differenzieren. Weitere Informationen finden Sie beim Ratgeber zu Rückenschmerzen unter
ruecken-schmerzen.org!