Eine Verstopfung ist eine häufig auftretende Erkrankung, der aber zum Teil gut vorgebeugt werden kann. Viel Bewegung, eine ballaststoffreiche Ernährung helfen hier ebenso gut, wie genügend trinken. Zwei bis drei Liter pro Tag gelten als ausreichend. Ebenso sollte ein Unterdrücken des Stuhlgangs vermieden werden. Ballaststoffe finden sich übrigens überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln, wie Obst und Gemüse. Durch die Aufnahme von ausreichend Ballaststoffen hat man nicht nur früher ein Sättigungsgefühl. Sie vermehren durch die Aufnahme von Wasser auch die Stuhlmenge, was den Druck auf den Darm erhöht und somit die Peristaltik anregt. Treten trotzdem Probleme auf, das heißt bleibt der Stuhlgang länger als drei Tage aus, helfen auch leichte
Abführmittel, die freiverkäuflich in der Apotheke erhältlich sind.
Hier werden neben pflanzlichen Präparaten, chemische Mittel oder osmotisch wirkende Abführmittel angeboten. Ein Druckgefühl, starkes pressen und auch leichtere Schmerzen sind bei einer einfachen Verstopfung typische Begleitsymptome. Da mit dem Stuhlgang auch Giftstoffe und Abfallprodukte ausgeschieden werden, verschlechtert sich mit dem Ausbleiben des Stuhlgangs auch die allgemeine Befindlichkeit des Patienten, was auch Auswirkungen auf das Immunsystem hat. Das bedeutet, dass man unter Umständen anfälliger für Erkrankungen wird.
Werden die Schmerzen stärker, tritt starke Übelkeit und Erbrechen oder sogar blutiger Stuhl auf, ist es unbedingt notwendig einen Arzt zu konsultieren, da auch schwerwiegendere Erkrankungen die Ursache für diese Beschwerden sein können. Der Mediziner führt dann eine umfangreiche Diagnostik durch, um die Gründe für die Störungen herauszufinden. Treten keine dieser Beschwerden auf und der Stuhlgang bleibt trotzdem aus, muss nicht immer eine
Verstopfung zu Grunde liegen. Nach ausgiebigen Fastenkuren, kürzlich überstandenen Durchfallerkrankungen oder speziellen Darmuntersuchungen ist das völlig normal.
Andreas Mettler