Weg mit der Panik
Menschen, die an Angstzuständen und Panikattacken leiden, klagen nicht selten über das Gefühl eines absoluten Kontrollverlustes sobald sich die Attacke ihrem Klimax nähert. So ist der Wunsch nach jahrelangen negativen Erfahrungen immer der selbe: Weg mit der Panik und weg mit den Panikattacken!
Panik fühlt sich an, wenn man plötzlich alleine und dem Feind unserer Fantasie ausgeliefert ist.
Eine selbstbewusste und sozial integrierte Person kann sich plötzlich machtlos fühlen, sobald sich eine Panikattacke einstellt. Für Unbeteiligte ist dieser Vorgang völlig unverständlich. Wenn die körperlichen Empfindungen zu intensiv werden, schaltet der Verstand von Logik und Verstand über zu panischer Angst, die von der Fantasie angetrieben wird.
Der schwerste Teil besteht für die meisten Betroffenen darin, zu verstehen, warum sie sich bei einem Panikattanfall so machtlos fühlen.
Die logische und automatische Reaktion besteht für die meisten darin sofort gegen die Symptome von Angst und Panikattacken anzukämpfen. Diese zu besiegen und so schnell wie möglich zu überstehen bzw. zu beenden. Die viel zitierten Sofortmethoden, wie tiefes Durchatmen und Ablenkung sind wenig wirkungsvoll. Wenn sich mit dieser Vorgehensweise keine Resultate erzielen lassen, bewegt sich die Person beinahe übergangslos über zum Feind der Fantasie.
Beeinflussung der Psyche bei Panikattacken
Die Beinflussung der Psyche und des Unterbewusstseins läuft etwa so ab:
"Ich habe all viel Umgangstechniken ausprobiert, aber fühle mich immer sogar noch schlimmer als zuvor.
"Was, wenn alles noch schlimmer wird und mir niemand helfen kann?"
Wenn Menschen diese Gedanken hegen, steigert sich die Fantasie zu Angst und sorgt dafür, dass man sich mehr und mehr außer Kontrolle fühlt. Die beste Methode, um die Kontrolle zurückzugewinnen und zu sich selbst zurückzukehren besteht darin, auf die Panik adequat zu reagieren...
Man sollte also MIT den Körperempfindungen zu arbeiten, anstatt gegen sie, um der Panik Herr zu werden.
Wenn man beispielsweise in einem Zug säße und Empfindungen fühlt, die den Beginn einer Panikattacke andeuten, ...statt die Erfahrung mit aller Kraft zu bekämpfen, sollte man einfach das Gegenteil versuchen. Gedanklich kann man hier die Empfindungen auffordern, schlimmer zu werden. Wenn man schwitzt, sagt man dem Körper, er soll noch mehr schwitzen. Wenn das Herz schlägt , soll es noch schneller schlagen.
Mit der Zeit wird man realisieren, das die Panik einem nichts anhaben kann. Diese Konfrontations-Technik hat sich seit Jahren bewährt und ist auch von Ärzten und Psychologen empfohlen. Professionelle Hilfe gegen allgemeine Angstzustände und Panikattacken ("Weg Mit Der Panik") kann hier inzwischen mit effektiven Selbsthilfe-Methoden dienen.
Die wirkliche Panik beginnt erst dann, wenn man seinen Verstand ignoriert und die Kontrolle an sein Unterbewusstsein bzw. seine Fantasie weitergibt. Indem man sich freiwillig in die Erfahrung begibt, trifft man die Entscheidungen selbst und kann daher die Kontrolle behalten. Falls man also eine Panikattacke erlebt, hat sie unter den eigenen Bedingungen abzulaufen.
Barbara Kerstens