Die Mobilfunkbetreiber wie T-Mobile, Vodafone, O2 planen in naher Zukunft den Ausbau des HSDPA Netzes um den Kunden noch mehr Servergeschwindigkeit bieten zu können. Obwohl das aktuelle UMTS Netz noch keine Flächendeckung mit der Maximalgeschwindigkeit hat, theoretisch sind 14.400 Mbit/s möglich, wird schon über eine neue Technik nachgedacht.
Mit HSDPA+ sind Geschwindigkeiten geplant, die auf hohem DSL Niveau liegen. Laut Mobilfunkbetreiber ist eine Download-Geschwindigkeit von 42 Mbit/s möglich. Das würde bedeuten, dass selbst große Dateien über UMTS in der Ausbaustufe HSDPA+ innerhalb kürzester Zeit aus dem Internet heruntergeladen werden könnte.
Für diesen Ausbau soll die mehr Mehr-Antennen-Übertragung dienen. Diese Technik wird bereits im WLAN Bereich sehr erfolgreich genutzt. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die UMTS Lizenznehmer keinen weiteren Ausbau ihrer Infrastruktur vornehmen müssen.
Sollten sich für HSDPA+ ausreichend Kunden finden lassen, so werden die Mobilfunkbetreiber recht schnell mit der Umstellung beziehungsweise Erweiterung des mobilen Internetzugangs beginnen.
Mit Long-Term-Evolution-Netzwerke (LTE) gibt es noch einen weiteren Kandidaten für den mobilen Internetzugang, der sogar 100 Mbit/s erreichen soll. Auch sollen hier schnellere Latenzzeiten realisiert werden können. Für LTE sind allerdings große Investitionen in die Infrastruktur zu leisten.
Sollte es den Mobilfunkbetreibern möglich sein hier Preise zu kalkulieren die ähnlich einem DSL Anschluss sind und die UMTS Flatrates nicht mehr auf 5 GB pro Abrechnungsperiode zu beschränken, könnte sich HSDPA+ als neuer Standard für den Internetzugang entwickeln. Es ist allerdings davon auszugehen dass dieses noch Jahre dauern wird.
Peter Lindner