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High Availability eines Online Schuhhandels auf Basis CMS und Oracle Datenbank

Autor: cwitt | Erstellt am: 09.07.2012 | Gelesen: 1629
Kategorie: IT - Hardware & Software | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Ein Online Shop muss jederzeit verfügbar sein, um die Kunden und Interessenten nicht zu verlieren. Hier kann eine High Availability Lösung helfen und den 24x7 Betrieb ermöglichen.

Umgesetzte HA Lösung des Online Schuhladen
Umgesetzte HA Lösung des Online Schuhladen

Ein kommerzieller Onlineschuh-Shop wird, wie sehr häufig, von dem Betreiber in einem Outsourcing Zentrum betrieben. Der Online-Shop wird Aufgrund des sehr schnellen und hochverfügbar ausgelegten Internetanschlusses bei einem Hosting Providers, allerdings auf eigener Hardware, betrieben.

Ein sehr großer Vorteil des Online Handels ist, dass es keine herkömmlichen Ladenschlusszeiten gibt. Die Kunden oder Interessenten können jederzeit bequem von dem eigenen Sofa eine Bestellung ausführen oder sich über die Produkte des Anbieters informieren. Besonders neue Interessenten sind bei einer nicht Erreichbarkeit oder fehlerhafter Funktion des Online Angebotes sehr schnell verschreckt und als Kunden oft dauerhaft verloren.

Aus diesem Grund ist die sogenannte High Availability des Gesamtsystems sehr wichtig, um potentiellen sowie existierenden Kunden jederzeit ein funktionierendes Angebot zu präsentieren.

Die Basis dieses Online-Schuhshops ist ein kommerzielles CMS Framework mit einer Oracle Datenbank als Backend. Aufgrund des Platzmangels im Schrank beim Hostinganbieters kommt keine Lösung mit einem externen Festplatten Subsystem in Frage. Stattdessen müssen für einen Failover die notwendigen Daten auf beiden Clustern über beispielsweise eine Replikation vorgehalten werden.

Der Betreiber hat sich für eine High Availability Software entschieden. Die HA Anwendung ermöglicht den 24x7 Betrieb des Online Schuhshops. Zusätzlich ermöglicht die High Availability auf Basis von zwei Clusternodes die notwendigen Wartungsarbeiten, in Form von beispielsweise Patchmanagement der einzelnen Komponenten, quasi jederzeit und ohne Unterbrechung des Angebotes durchführen zu können.

Die Umsetzung der High Availability für das Framework und der Oracle Datenbank wird durch die Cluster Software auf Basis von virtuellen IP-Adressen, einer gezielten Fehlererkennung, einem Failover und einer Datenreplikaton für die Oracle Datenbank durchgeführt. Das CMS Framework besteht aus dem Apache Webserver sowie einigen lokalen Anwendungen und Diensten, welche die Steuerung des CMS vornehmen. Als Datenspeicherung des Online-Shops kommt eine Oracle Datenbank zum Einsatz.

Die Fehlererkennung des High Availability Clusters wird für alle notwendigen Prozesse definiert. Stirbt einer dieser Prozesse oder wird zum Beispiel durch eine fehlerhafte Administration beendet, wird der fehlerhafte Prozess automatisch neugestartet. Als zusätzliche Kontrolle wird die Erreichbarkeit der notwendigen IP Ports sowie die Funktionskette der Gesamtanwendung geprüft und im Fehlerfall die fehlerhaften Prozesse oder Anwendungen neu gestartet.

Für High Availability und dem Failover der Oracle Datenbank müssen zusätzlich die Daten über die beiden Clusternodes repliziert werden. Die Kommunikation von CMS zur Orcale Datenbank erfolgt über den Oracle Listener, welcher an eine virtuelle IP Adresse gebunden wird. Für die Datenreplikation nutzt der Betreiber ein zusätzliches Crossover Netzwerkkabel. Dies wäre für die High Availability oder Replikations-Lösung nicht notwendig, erhöht allerdings die Fehlererkennung. Über die Cluster Software werden die notwendigen Konfigurationen und wichtiger die Oracle Datenbankfiles sowie Oracle Archive Log in den unterschiedlichen Verzeichnissen zur Replikation definiert und über das zusätzliche Netzwerkkabel synchron auf beiden Systemen geschrieben. Durch die Replikation kann im Notfall bei einem Failover auch die Oracle Datenbank ohne Verlust auf den zweiten Clusternode gestartet werden.

Für den Fall, dass die Benutzerlast für ein Front-End Cluster zu groß wird, könnte in einer zweiten Ausbaustufe das Load Balancing Modul der Cluster Software eingesetzt werden, um die anliegende Benutzerlast über die zwei oder mehrere Front-End Systeme zu verteilen.

Carsten Witt

 
 
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