Die Diagnose
Herpes genitalis ist für die meisten Menschen erschütternd. „
Wie sage ich es meinem Partner?" „
Kann ich gesunde Kinder bekommen?" „
Wird es jemals eine Heilung geben?" Die Betroffenen haben viele Fragen. Herpes verändert ihr Leben und sie fragen sich, wie sie es mit ihrem Partner weiterführen werden. Sie sind mit Ihrer Krankheit nicht alleine. 20-30% Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind mit HSV-2 infiziert.
Millionen von Menschen haben den Erreger in sich und Tausende müssen mit den Symptomen dieser Krankheit umgehen.Trotzdem wird niemand behaupten, dass es einfach ist, mit Herpes zu leben. Außerdem besteht noch immer das Stigma, das man mit sich herumtragen muss. Herpes ist eine sexuell übertragbare Krankheit und gerade das Thema Sexualität ist ein sehr sensibles. Mit dem Klienten werden in der Beratung folgende Themen besprochen: Intensive Betreuung nach der Eröffnung der Diagnose, Hilfestellung bei der Information des Partner, der Familie, Beratung zur Lebensführung (Stress, Rezidiv, Schmerz), Berücksichtigung der emotionalen Aspekte in der Behandlung, Informationen/Medikation über / mit Acyclovir, Asymptomatische Situation: – Gezielte Anamnese, – Information über Herpessymptome, Neben den medizinischen Aspekten, die sich mit Fakten der Ansteckung, der Vorbeugung und der Behandlung beschäftigen, gibt es noch weitere Gesichtspunkte, die jemand mit Herpes so sehr beschäftigen. Es sind die sozialen und psychologischen Folgen: Was denken andere über mich?, Wie sage ich es meinem Partner? Wie anderen Menschen in meinem persönlichen Umfeld?, Kann ich trotz Herpes weiterhin unbeschwerten Sex haben? Wenn ja, wie schütze ich meinen Partner und mich?, Wie soll ich überhaupt mit mir selbst umgehen?, Was mache ich, wenn ich mich schlecht und schuldig fühle?, Wie komme ich durch die Phasen der Niedergeschalgenheit? In einem 5-Schritte Programm werden die Phasen des emotionalen Umgangs mit Herpes bearbeitet. 90% der Bevölkerung kommen im laufe Ihres Lebens mit Herpes Viren in Kontakt. Die vielleicht am häufigsten gestellten Fragen, beziehen sich darauf, wie Menschen mit Herpes ihr Sexualleben gestalten können, ohne dabei die Infektion weiterzutragen.
Auch wenn man für nichts garantieren kann, gibt es zahlreiche Maßnahmen, die das Risiko weitgehend senken, den Partner während sexueller Aktivitäten anzustecken. Darüber hinaus gibt es verschiedene Denkansätze zum Thema ‚Sexuelle Intimität", die Menschen mit Herpes und ihren Partnern von Nutzen sein können.... In nahezu jeder intimen Beziehung könnten entweder einer oder auch beide Partner entweder Herpes vom Typ 1 (oral) oder vom Typ 2 (genital) oder auch beide Herpesarten haben. Auch wenn bei einem Paar beide Teile das Virus haben, könnten sie Träger unterschiedlicher Virenstämme sein und diese an ihre Partner weitergeben. Insofern sind in jeder dieser Situationen die Vorsichtsmaßnahmen die gleichen.... Davon sind ca. 15% von Herpes Genitalis, vom sog. Typ 2 betroffen. Die Herpes Viren bleiben ein Leben lang im Körper und es gibt auch medizinisch momentan noch keine Möglichkeit, dem Virus Herr zu werden.
Meine Homepage, www.herpes-behandlung.info, bietet Ihnen eine Orientierungshilfe im Umgang mit Herpes.
Ute Sperle