Heizölpreis 15. Oktober
LEIPZIG. (Ceto) Am Nachmittag haben sich die Rohölpreise nach unten orientiert und sind unter ihre Tagesausgangswerte gerutscht. Demnach kostete das Barrel US-Leichtöl bei Redaktionsschluss weniger als 82,50 Dollar; Nordseeöl der Sorte Brent rangierte unterhalb der 84-Dollar-Marke.
Zwar zeigten US-Wirtschaftsdaten wie die Verbraucherpreise und Einzelhandelsumsätze leicht positive Tendenzen, allerdings vermochten es die Preise nicht, die starken Widerstände zu durchbrechen. Auch die leicht rückläufigen US-Bestände hatten in Anbetracht nach wie vor riesiger Vorräte keine eindeutigen Kaufsignale gegeben. Vielmehr kam es heute zu einem Abprall der Notierungen und zu Gewinnmitnahmen. Zuvor hatten die Ölmärkte etwas zulegt, als die US-Zentralbank wie erwartet eine verstärkt expansive Geldpolitik angekündigt hatte.
Damit liegen die Ölpreise weiter innerhalb des Preisgefüges der vergangen Woche. Zwar gab es einige Schwankungen, das Niveau blieb aber im Großen und Ganzen konstant. Der Dollar verlor indes im Vergleich zum Euro an Boden. Nicht zuletzt durch die starke europäische Währung konnte der hiesige Heizölhandel die Verbraucher vor deutlichen Preiserhöhungen bewahren.
Zum Wochenausklang gaben die Notierungen noch einmal nach. Der Preis für die 100-Liter-Partie Heizöl EL fiel um 39 Cent auf 68,22 Euro, das ergab die Erhebung von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau. Dieser Wert versteht sich im Bundesdurchschnitt auf eine Lieferung ab 3.000 Liter. Analysten rechnen mit einem Anhalten des Seitwärtstrends, darum spricht wenig gegen das Auffüllen der Heizölvorräte.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.