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(Online-Artikel.de) - Eine neue Dimension des Heilwerdens
Hört man den Begriff „Seide" denkt man vor allem an teure Kleidung aus Seide oder an Wohntextilien. Stoffe aus dem Naturprodukt Seide erscheinen für viele Menschen auch heute noch als nahezu unbezahlbar und auch nicht tauglich für den Alltag. Damit wird Luxus und Eleganz in Verbindung gebracht.
Seide, der Stoff der früher nur Königen und Reichen vorbehalten war, ist heute sehr viel erschwinglicher, als zu jenen Zeiten und eigentlich auch in jedem gut sortierten Kaufhaus zu finden. Wer aber hat je schon gehört, dass dieses edle und teure Material nun auch noch ein Heilmittel darstellen soll. Dieser Gedanke erscheint sicherlich zuerst etwas abwegig, sieht man sich dann jedoch den Ursprung der Seide, nämlich den Seidenspinner an, bekommen wir eine Ahnung von der Bedeutung.
Die Raupe, die sich einmal in einen Falter verwandeln will, spinnt sich zuvor in eine Larve ein, um später daraus in veränderter Form auszuschlüpfen. Das gesponnene ist dann der Grundstoff für die Seide. In einem bestimmten Veredelungsprozess wird später der Seidenfaden gewonnen, das Rohmaterial für viele schöne Stoffe. Der Seidenspinner hat vorher bereits seine Transformationsenergie in seinen Kokon hinein gegeben, so dass diese Qualität dann in den Faden übergeht und später in die Seide, die daraus entstehen wird. Die Transformationsfähigkeit der Seide ist in China schon lange bekannt und wird heute noch in der chinesischen Medizin, besonders für die Massage, eingesetzt.
Die Geschichte der SeideSeide kennt man seit ca. 5000 Jahren und es heißt, die Entdeckung geht auf Xiling, die Frau des chinesischen Kaisers Huang-Di zurück. Von hier aus nahm die Erfolgsgeschichte der Seide als einer der edelsten Naturstoffe ihren Lauf. Sie kam nach Indien, Zentralasien, Persien, Korea und Japan. Bis ins 13. Jahrhundert war Seide ein reines Importprodukt aus dem Orient und nur sehr wohlhabende Menschen konnten sich diesen Luxusstoff leisten. In Europa wurde Italien während der Normannenzeit zu einer Hochburg der Seidenraupenzucht, sowie der Seidenspinnerei. Lange Zeit blieb Italien das Seidenland Nummer eins in Europa, bis Mitte des 17. Jahrhunderts Frankreich seine Seidenwebereien stark erweiterte und Italien den Rang ablief.
Wissenswertes über Seide Hätten Sie gewusst?
- dass ein Seil aus der Seide mehr Gewicht tragen kann als ein gleich dickes Seil aus Metall?
- dass ein halbes Kilogramm Raupen im Laufe seines Lebens bis zu 12.000 Kilogramm Maulbeerblätter frisst?
- dass ein Seidenspinner von Geburt bis zur Verpuppung das 40.000-fache seines Körpergewichtes in Form von Maulbeerblättern verzehrt?
- dass der Faden des Kokons durchschnittlich eine Breite von 20 um (Mikrometer - 1 millionstel Meter) hat?
- dass für die Gewinnung von 1 Kilogramm Rohseide bis zu 10 Kilogramm des Kokons benötigt werden.
- dass die Länge eines Kokonfadens mehr als 4000 Meter erreichen kann?
- dass man über 25 Maulbeerbäume benötigt um ca. 3 Kilogramm Seide zu gewinnen?
- dass ein Seidenspinner bis zu 15 Metern pro Minute spinnen kann?
- dass der Seidenspinner nach seiner Geburt innerhalb von vier Wochen sein Körpergewicht um das 12.000 fache steigert?
- dass man für ein Kleid aus Seide fast 70 Kilo Maulbeerblätter benötigt?
Es ist also kein Wunder, dass Seide als eine der wertvollsten Fasern gehandelt wird.
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