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Heiler und Heilerinnen: Alles Humbug?

Autor: Tigerauge | Erstellt am: 17.02.2010 | Gelesen: 2285
Kategorie: Astrologie & Esoterik | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Wahre Heiler trifft man nicht an jeder Straßenecke.

Der Bibelspruch, dass der Glaube Berge zu versetzen mag, trifft dieser Spruch auch auf Heiler zu?

Die einen winken gelangweilt und genervt ab, die anderen berichten voller Eifer und Begeisterung von den Erfolgen einer der ältesten Berufe der Menschheitsgeschichte. Gemeint ist die umstrittene Gruppe der Menschen, die sich Heiler nennen. Unglaublich anmutende Heilerfolge werden ihnen schon immer nachgesagt, doch es gibt auch unzählige Berichte über enttäuschte Patienten bis hin zu Scharlatanen, die schwerstkranken Menschen das Geld aus der Tasche ziehen. Echte Heiler trifft man nicht an jeder Straßenecke und die Gefahr, auf einen zu treffen und mit ihm wertvolle Zeit, die die meisten Menschen nicht mehr haben, wenn sie so weit sind, dass sie einen Heiler aufsuchen, erfolglos verstreichen zu lassen, ist groß.

Eines ist mittlerweile auch von der Wissenschaft bestätigt: Es erfolgen unter der Behandlung sehr guter Heiler, immer wieder Spontanheilungen, die mittlerweile auch von der Schulmedizin begleitet und dokumentiert wurden. Eine Erklärung dafür, dass kindskopfgroße Tumore sich ohne Medikamente und klassischer schulmedizinischer Therapie zurückbilden, oder jahrelang ertragene chronische Schmerzen verschwinden, hat die Schulmedizin nicht. Ihre Vermutung geht dahin, dass die intensive Zuwendung des Heilers, die anteilnehmende Beschäftigung mit dem physischen und psychischen Zustand des Kranken, die eine Änderung der Lebensführung einleitet, wichtige Bestandteile des Heilungsprozesses sind. Genau dies sind die Faktoren, die in der Schulmedizin außen vorbleiben. Einem Arzt stehen für jeden Patienten nur wenige Minuten zur Verfügung für Diagnose, Behandlung und Information über den Umgang mit Krankheit. Danach ist der Patient wieder allein mit seiner Krankheit. Heiler hingegen beschäftigen sich intensiv mit der erkrankten Person. Verbringen viele Stunden mit Ritualen und dringen tief in die Psyche des Menschen ein. Sie versetzen Patienten in Trance und aktivieren Bereiche im Gehirn, die die Selbstheilungskräfte in Gang setzen. All diese Prozesse laufen nicht über den Verstand ab, auf den die Schulmedizin baut, sondern regen völlig neue Abläufe im Unterbewusstsein an. Unter diesen geschaffenen Voraussetzungen sind tatsächlich viele Heilerfolge möglich und bestätigt.

Ein wichtiger Aspekt der Heilung über die Psyche ist die menschliche Spiritualität. Kein Heiler vermag ohne sie, zu heilen und kein Patient vermag ohne sie, zu gesunden. Das Wissen um die kosmischen Heilkräfte ist uralt. Der Bibelspruch, dass der Glaube Berge zu versetzen mag, kommt nicht von ungefähr. Genau das ist die Spiritualität, die Heilung möglich macht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es eine der unzähligen Religionen ist, die Menschen Halt geben oder eine selbst gefundene Verbindung zum kosmischen oder göttlichen Lebensfunken. Einzig die Öffnung – zum Beispiel durch das Gebet - zu diesen Prozessen, lässt Heilung zu. Dieses sich Öffnen und Vertrauen in die Vorgänge von Leben und Sein, die mit dem Verstand ohnehin nicht erfasst werden können, ist die Hauptaufgabe eines Heilers. Er führt Menschen an den Ort seiner Lebensenergie und bringt den Heilungsprozess damit in Gang.

Leider ist aber der Beruf des Heilers kein geschützter Beruf und jeder, der sich berufen fühlt, darf sich so nennen. Damit sind dem Missbrauch durch Scharlatane alle Türen geöffnet. Wären mit einer falschen Behandlung nicht so viele Schicksale in Gefahr, und würden durch sie nicht diejenigen, die seriös arbeiten in Verruf kommen, könnte man selbsternannte Heiler getrost belächeln.

Doch Jahr um Jahr fallen Menschen, denen eventuell durch die Schulmedizin wenigstens noch einige Jahre Leben geschenkt werden könnte, skrupellosen Esoterik-Trittbrettfahrern zum Opfer. Diesem Dilemma könnte man entgegenwirken, wenn die Wissenschaft ihre Forschungen weiter intensiviert und mehr Schulmediziner mit Heilern zusammenarbeiten würden. Wenn es Prüfungen über Wissen und Praktiken gäbe, und offizielle Zulassungsstellen.

Dadurch stünde sowohl Patienten, wie auch Heilern und Ärzten, ein mächtiges zusätzliches Fundament zum Heilen zur Verfügung, dessen Potenzial enorm ist. Vorausgesetzt, es liegt – im wahrsten Sinne des Wortes - in den richtigen Händen. Viele Menschen wollen diese Behandlung und vielen hat sie schon geholfen, also sollte man doch auch dafür sorgen können, dass sie verlässliche Ansprechpartner bekommen.

Alfred Kues
 
 
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