
Zu den Investmentfonds zählen auch die sogenannten Hedge–Fonds. Diese sind eine spezielle Art derselben. Nach den gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland, hier konkret nach dem Investmentgesetz, sind
Hedge-Fonds keine klassischen Fonds. Der öffentliche Vertrieb war sogar bis 2004 in der Bundesrepublik Deutschland verboten. Zwischenzeitlich wurde das Investmentgesetz neu aufgelegt und dabei wurden auch die Hedge-Fonds für die Öffentlichkeit zugelassen. Die Anbieter dieser Art von Fonds sind an sehr strenge Auflagen gebunden. Unbedingt müssen sie beispielsweise darauf hinweisen, dass der komplette Verlust des eingezahlten Kapitals möglich ist.
Begründer der Hedge–Fonds-Strategie war übrigens Alfred Winslow Jones im Jahre 1949. Dieser war in den 40er – Jahren als Journalist für das Wirtschaftsmagazin Fortune tätig. Dadurch kam er viel mit dem Anlagemarkt in Berührung und wusste von den Risiken bzw. den Gewinnchancen an der Börse. Um das Risiko der ständigen Schwankungen zu reduzieren, entwickelte sich Jones eine eigene Strategie. Er glaubte an den Börsengewinn von unterbewerteten Unternehmen und kaufte deren Wertpapiere, wenn der Kurs niedrig stand. Gleichzeitig verkaufte er Aktien von solchen Unternehmen, die seiner Meinung nach schlecht arbeiteten. Durch den Kauf und Verkauf brachte er einen gewissen Ausgleich zwischen Risiko und Gewinnchancen zustande. Auf dieser Strategie baut sich auch heute noch die Struktur der Hedge–Fonds auf. Natürlich wird dabei auf die Hilfe durch Computer nicht verzichtet. Mit speziellen Programmen werden genauere Analysen und Berechnungen des Marktes ermöglicht.
Im Zusammenhang mit
Dach-Hedge–Fonds spielen zwei Begriffe eine große Rolle. Zum einen handelt es sich dabei um den Begriff „Derivaten" und zum anderen um den Begriff „short gehen". Der Name Hedge-Fonds wurde aus dem Englischen abgleitet von to hedge für absichern. Derivate und das „short gehen" dienen als Instrumente zum Absichern des eingezahlten Kapitals, gleichzeitig sind es aber auch Hilfsmittel bei Spekulationen an den Finanzmärkten. Die Finanzierung von außen, also die Fremdfinanzierung, ist ebenfalls ein gern eingesetztes Medium bei Hedge-Fonds. Durch die Einbringung von Kapital aus fremden Mitteln wird der Profit des eigenen eingebrachten Kapitals erhöht.
Wer einen Hedge-Fonds hat, muss diesen allerdings nicht selber organisieren. Dabei helfen professionelle Fondsmanager. Gerade im Bereich der Hedge-Fonds tragen diese eine große Verantwortung. Daran orientiert sich auch ihr gutes Einkommen aus der Verwaltung des Fonds. Die Schattenseite für den Fondsmanager ist, dass er sich selbst am Fonds beteiligen muss. Sollte es zu einem Verlust kommen, haftet der Fondsmanager mit seinem eigenen Vermögen. Daneben ist er aber fast völlig frei bei seinen Entscheidungen den Fonds betreffend.