Hecht gefangen (petriangeln.de)
Der Torpedo unter den Fischen ist der Hecht. Als Räuber ist der Fisch bei den Anglern einer der Liebsten. Bereits der spindelförmige Hecht-Körper lässt vermuten, dass der Hecht schnelle Angriffe auf andere Fische ausführt. Diese Angriffe führt Esox (wissenschaftlich Hecht) aus dem Hinterhalt aus. Zwischen Unterwasserpflanzen versteckt sich der Hecht und lauert auf vorbei schwimmende Rotaugen, Rotfedern oder Barsche. Dabei schreckt der Hecht auch nicht vor Nachwuchs zurück, der mit auf dem Speiseplan steht. Beim Raubzug erreichen die Fische innerhalb von nur einer Sekunde eine Geschwindigkeit von 40 km/h. Beim Angriff auf Fische oder Köder springt der Hecht auch mal aus dem Wasser hinaus.
Erkennungsmerkmale des Hechts sind das Maul in Form eines Entenschnabels und die weit hinten angeordneten Flossen. Ein Angler erkennt einen Hecht im Wasser sofort. Hechte werden zwischen 40 und 180 cm lang. Ein 70 cm Hecht wiegt beispielsweise zwischen 3 und 4 kg. Dementsprechend sollten auch die Angelruten beim Angeln auf Hecht ausgelegt werden.
Hecht-Angelmontagen
Zum Hechtangeln eignet sich im Grunde zwei Angelmethoden:
- Spinnfischen
- Ansitzangeln

Welche Angelmethode vom Angler gewählt wird, ist etwas abhängig von den eigenen Vorlieben. Vorteile vom Spinnfischen sind, dass großflächig das Gewässer in kurzer Zeit nach Hechten abgesucht werden kann. Auch können verschiedene Köderfarben- und -formen durchprobiert werden. Die Beisslaune der Hechte ist bekanntlich unterschiedlich. Zum Spinnfischen werden als Kunstköder gewöhnlich Wobbler, Spinner, Blinker oder Gummifische auf Hechte verwendet. Jeder Angler hat eine eigene Köderführung, die beim Angeln entscheidet, ob der Angler mit Fisch oder als "Schneider" nach Hause geht.
Beim Ansitzangeln kommen Köderfische zum Einsatz. Bis zu 15 cm lange Fische eignen sich hierfür. Oft werden vorab Weißfische oder Barsche gefangen, um damit große Hechte zu fangen. Als Angelmontage kommt hier die Grundmontage zum Einsatz. In Deutschland ist es nur erlaubt mit toten Köderfischen zu angeln. Dieser Köderfisch wird dafür mit einem Drilling am Bodengrund dem Raubfisch angeboten. Für beide Hechtmontagen ist eine passende Angelausrüstung notwendig. Zur Angelausrüstung gehört beim Angeln auf Hecht in jedem Fall ein Stahlvorfach dazu.
Hecht-Plätze und Jahreszeiten
Wo werden Hechte gefangen? Die Hotspots der Hechte sind die Hotspots anderer Fischarten. Überall da wo sich Friedfische aufhalten, sind auch Raubfische, wie Zander und Hecht nicht weit. Besonders bei Fischbrut, die ein Angler an der Wasseroberfläche schnell erkennt, ist ein Hecht oft nicht weit weg. Bei der Jagd lässt sich Esox da sogar beobachten. Auffällige Plätze für Hechte sind vor Allem: Seerosenfelder, Schilf, Kanten und überhängende Bäume.
Zu den Jahreszeiten ist zu sagen, dass Hechte im Winter ebenfalls gut gefangen werden können. Sie ziehen sich dann aber in tiefere Regionen zurück, wo auch Weißfische überwintern. Mai bis Juni sind die Fressmonage des Hechts. Fischbrut ist reichlich im Gewässer vorhanden - der Hecht geht auf Raubzug.
Geschrieben von Konstantin Matern