Eines der Probleme, auf die die unsere Kinder heutzutage stoßen sind Kopfläuse. Ein gelegentlicher Juckreiz kann das erste Anzeichen sein, wenn das Jucken beharrlich wird besteht immer der Verdacht auf Kopfläuse. Dabei sind
Kopfläuse von der Biologie gesehen ganz einfache aber effektiv arbeitende Parasiten. Die kleinen 2-3 mm großen Insekten leben von menschlichem Blut, das sie mit einem Stechrüssel mehrmals täglich frisch Blut aus der Kopfhaut saugen. Dies geschieht meistens unbemerkt. Ohne Blut überleben die Tiere maximal 2 oder 3 Tage. Der mit einem Kopflausbefall einhergehende Juckreiz wird nicht wie bei
Hautkrankheiten durch die Haut sondern durch ausgesonderte Speicheldrüsensekrete hervorgerufen.
Eine Kopflaus (Singular für Läuse) hat 3 Lebenszyklusstufen: Nisse, Nymphe und erwachsene Laus. Die Fortpflanzung erfolgt durch Eier. Diese Eier, auch als Nissen bezeichnet, werden kurz über der Kopfhaut an die Haare geklebt. Sie sind farblos bis bräunlich und kleiner als 1 mm groß, was sie schwer sichtbar macht. Nach 7 - 8 Tagen schlüpfen Larven, die nach neun bis elf Tagen geschlechtsreif werden. Die leeren Hüllen der Nissen werden nun weiß, und sind damit besser erkennbar (zumindest soweit keine Schuppen vorhanden sind). Eine Periode von 2-3 Wochen genügt also von der Eiablage bis zur Fortpflanzungsfähigkeit der folgenden Generation.
Kopfläuse haben nichts mit mangelnder Sauberkeit zu tun, wie viele Menschen immer noch denken. Durch Haare waschen werden Läuse nicht beeinflusst. Es ist mehr der Kontakt in Gemeinschaftseinrichtungen, die den Kopfläusen das Überspringen erleichtert. Da Kopfläuse keine Flügel haben, erfolgt dies durch Krabbeln, in seltenen Fällen auch durch Gegenstände wie Haarbürsten oder Kopfunterlagen.
Zu bestimmen, ob Sie Kopfläuse haben, ist einfach wenn Sie wissen, wo zu schauen ist. Nissen, Nymphen und erwachsene Läuse werden am häufigsten auf Haaren gefunden, die sich auf der Kopfhaut, an den Ohren und der Rückseite des Halses befinden. Bei seltenen Anlässen können sie auch auf dem Körper, auf den Wimpern oder Augenbrauen gefunden werden.
Andreas Städtgen