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Hat Stockholm beim LTE-Mobilfunknetz die Nase vorn?

Autor: medienbüro.sohn | Erstellt am: 18.12.2009 | Gelesen: 538
Kategorie: Internet & Multimedia | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - In Nürnberg steht eine der größten Testanlagen für den neuen 4G-Standard

Stockholm soll laut Medienberichten beim neuen Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE) gegenüber Deutschland die Nase vorn haben. In der schwedischen Hauptstadt wurde das erste LTE-Netz freigeschaltet. Mobilfunkkunden können jetzt mit einer rasanten Geschwindigkeit per Handy, Notebook und Computer durchs Web surfen. Angekündigt wurde eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 150 Mbit pro Sekunde im Downlink und 50 Mbit pro Sekunde im Uplink. Diese Datenraten sollen in der zweiten Ausbaustufe erreicht werden. Allerdings fehlen noch entsprechende LTE-Handys, so dass der Betreiber TeliaSonera auf spezielle USB-Sticks von Samsung zurückgreifen muss.

So ganz hinter dem Mond liegt Deutschland allerdings nicht. Zur Vorbereitung auf die neue Technologie nutzen Mobilfunkprovider die Testanlagen von Nash Technologies in Nürnberg, die weltweit zu den größten zählen. Das 25 Quadratkilometer abdeckende Netzwerk ist bereits für LTE vorbereitet und ermöglicht den Herstellern von mobilen Engeräten, TK-Equipment, Netzwerkkomponenten sowie Netzbetreibern, Content-Providern und Chipherstellern, ihre Lösungen und Produkte auf Stabilität und Leistungsfähigkeit zu prüfen. Dabei lassen sich unterschiedliche Bandbreiten und Funkbedingungen einstellen, um ein maßgeschneidertes Mobilfunknetz auf die Beine zu stellen.

Mit dem privaten Mobilfunknetz könne man nach Angaben von Nash Technologies Qualität, Stabilität und Zuverlässigkeit in unterschiedlichen Umgebungen und unter verschiedenen Funkbelastungsprofilen wie beispielsweise im Stadtzentrum oder im Straßennetz überprüfen. „Unternehmen können hier spezifische Netzwerkeinstellungen und -konfigurationen optimieren und Geräte, die noch nicht auf dem Markt sind, in einer reellen Mobilfunkumgebung testen, die Leistung von Einzelgeräten sowie die Sprachqualität überprüfen», erläutert Dirk Zetzsche, Director bei Nash Technologies. Außerdem sei es möglich, die Geräte unter verschiedenen Funkbelastungsprofilen einem Härtetest zu unterziehen. Auch kleinere Netzprovider, die keine eigene Testumgebung unterhalten, haben die Möglichkeit, das Netz mit modernster Übertragungstechnik zu nutzen.

„Bei der neuen Mobilfunktechnologie kommt es jetzt darauf an, nicht die gleichen Fehler wie bei UMTS zu machen und sehr schnell die Endgeräte sowie Anwendungen auf den Markt zu bringen. Der Erfolg der Applikationen für Smartphones ist allerdings eine sehr günstige Startbedingung für LTE. Hieraus müssen die Technologieanbieter nur die richtigen Schlüsse ziehen", empfiehlt After Sales-Experte Peter Weilmuenster, Vorstandschef von Bitronic in Frankfurt am Main.
 
 
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