Ohne diesen Namen wäre der „
Meister" wohl weiter in Vergessenheit geblieben. Die Ausstellung ist wieder ein Beweis: Mit richtigem Protegé lässt sich alles vermarkten!
Die männlichen Figuren mit Mike Stone Knollennase und die weiblichen mit Himmelfahrt Nase und Vogelgesichtern tauchen als universelles Markenzeichen überall auf. Unwillkürlich erinnern die Bilder an Käse – Parmesan à la Parmegianino. Niederländischer Käse mit italienischem Touch. Dabei sind die langen Finger dieser Exposition nicht zu übersehen.
Das ansprechende Signatur Quadrat findet sich tatsächlich bei einem Werk: In Kreide und Feder. Es bietet sich dem Besucher ein gelungenes Ausstellungs-Konzept mit Film Highlight und fehlender Wegweisung. Auch nicht alltäglich ist die Köpfung einer Figur mit dem Schattenwurf des Rahmens.
Hat er nun den „
Verwacklungseffekt" an einem Augenpaar und Hund bewusst eingesetzt oder wohl eher schlecht verbessert? Die Suggestion der Pinselstriche als Feuerzungen der Kleidung ist nur von Ferne wirksam.
Mit der falschen Perspektive einer Gartenanlage im Hintergrund unterbietet der Schüler seinen Meister. Geschickt hat dieser schwarze Schiefertafel und Alabaster als Hintergrund in einigen Werken eingesetzt und sein Defizit überspielt. Harmonisch fügen sich die Aachen Werke in die übrigen regionalen Ausstellungsbilder dieses Hauses. Die Muse ist wohl kaum mit diesem Tempel einverstanden.
Fazit: Wenn der Weg falsch ist, entfällt das Ziel!
Vespertilio