In Deutschland gibt es aktuell mehr Mobiltelefone als Menschen. Das heßt, das statischen gesehen jeder Deutsche ein Handy sein eigen nennt - einige sogar mehr als ein Gerät.Obwohl die Technik bei einem Handy über die Funktionen und das Einsatzgebiet entscheiden, ist sie laut einer aktuellen Umfrage von Konzept&Analyse eher nebensächlich wenn es um die Auswahl des richtigen Handys geht. Fast 40 Prozent der Befragten gaben an, das Aussehen und die Marke eines Mobiltelefones bei ihnen in erster Linie die Kaufentscheidung beeinflussen würden. Nur 31 Prozent dagegen ließen sich von der technischen Ausstattung eines Gerätes beim Kauf leiten. Das Aussehen ist damit im
Handy Vergleich eines der wichtigsten Kriterien und diese Erkenntnis ist wohl auch ein Grund dafür, warum die neusten Generationen von Handys immer mehr Wert auf die Optik legen.
Statt immer mehr Funktionen setzen die Anbieter lieber auf stylische Geräte mit edlen Oberflächen und auffallenden Designs. So konnte Motorola mit dem RAZR V3 eine neue Designwelle lostreten. Das dünne und markant geschnittene Handy wurde prompt zum Verkaufsschlager und von der ersten Generation des Gerätes konnte Motorola 50 Millionen Stück weltweit verkaufen. Die Technik war in dem Fall nebensächlich - die Optik das Entscheidende.
Diese Regel gilt aber nicht für alle Bereiche. Insbesondere bei den älteren Mobilfunknutzern stehen andere Faktoren durchaus im Vordergrund. Bei den Befragten über 60 Jahren zum Beispiel gaben ebenfalls um die 40 Prozent an, sich in erster Linie von der Bedienung leiten zu lassen. In dieser Altersgruppe zählten weniger Marke oder Optik sondern mehr, ob ein Gerät einfach und benutzerfreundlich bedienbar war. Touchschreen-Konzepte die elegante Formen ermöglichen würden in dieser Zielgruppe eher weniger gut ankommen.
Für die nächsten Jahre wird sich dieser Trend wohl noch fortsetzen: Handygeneration für spezielle Altersgruppen. Seniorenhandys und Kinderhandys gibt es ja aktuell bereits einige auf dem Markt.
Bastian Ebert
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