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Hamburg: 1000 Obdachlose - 1000 freie Wohnungen!

Autor: Projektoffice | Erstellt am: 28.02.2011 | Gelesen: 718
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - »Tu-was-dagegen« appelliert an Senat und Unternehmer

Obdachloser vor einer Spielbank auf der Reeperbahn in Hamburg. Foto: Projektoffice
Obdachloser vor einer Spielbank auf der Reeperbahn in Hamburg. Foto: Projektoffice
Hamburg - Eisige Kälte und 8 Grad Minus. Der Winter hat Deutschlands Norden wieder fest im Griff und immer noch leben mehr als 1000 Obdachlose in Hamburgs Stadtstaat auf der Straße. Bei Minusgraden weit unter Null kämpfen viele von ihnen auch gegen Unterkühlung und Kältetod.

Ein Hamburger Barkassenbetreiber brach nun erstmals ein Tabu und erlaubte einem Obdachlosen auf seinem Boot an den Landungsbrücken zu überwintern. Ein Schlafplatz für die Nacht, ein heißer Tee, Boris B. hat sein eigenes und damit auch privates Winternotprogramm gegründet und der Obdachlose dankt es ihm, es sei der einzige Ort, wo er derzeit bleiben kann.

Erst kürzlich hat Hamburgs Sozialbehörde den sogenannten „Bunker" eine Notunterkunft für Obdachlose am Hamburger Hauptbahnhof wieder schließen lassen, wegen „menschenunwürdiger Bedingungen", wie es hieß. [Quelle: epd.de]www.epd.de/nord/nord_index_83903.html

Auch ist bekannt, dass viele, der auf der Straße lebenden Menschen die Angebote der Stadt gar nicht erst in Anspruch nehmen, weil sie gar nicht mehr in der Lage sind sich zu kümmern oder zu informieren. Nicht selten verhindern unüberwindbare Hindernisse den Einzug in solche Schutzräume.

Die Kampagne „Tu-Was-Dagegen" vom Hamburger Straßenmagazin „Hinz&Kunzt" will nun nachhaltig gegensteuern und kämpft mit großem Aufwand gegen Wohnungslosigkeit und Leerstand. Auf der Internetseite der Hamburger Zeitungsverleger können Unterstützer und Gleichgesinnte abstimmen und auch Leerstand melden. www.leerstandsmelder.de

„Zwischen 500 und 1.000 Wohnungen stehen in Hamburg leer", schätzt Marc Meyer, vom Hamburger Mieterverein e.V. (MhM). Seiner Meinung nach wäre es durchaus möglich „jährlich 200-300 Wohnungen kurzfristig einer Vermietung zuzuführen. Senat und Bezirke bleiben aber untätig". Mehr noch, der Senat blockiert eine notwendige und in Hamburg schnell mögliche Gesetzeskorrektur des Hamburger Wohnraumschutzgesetzes (HmbWoSchG) mit fadenscheinigen Argumenten. Der Mieterverein fordert deshalb Hamburgs Bevölkerung auf auch weiterhin leeren Wohnraum zu melden, „der nicht mit normalem Mieterwechsel oder üblicher Bautätigkeit begründbar ist."

Für die Betroffenen selbst, die Obdachlosen dieser Stadt, wirkt der Leerstand wie ein Schlag ins Gesicht. „Ich lebe jetzt seit 11 Monaten auf der Straße, habe alles versucht eine neue Wohnung zu finden und die Chancen damit erfolgreich zu sein, sinken mit der Offenlegung deiner Probleme, das ist leider so", sagt Max Bryan, der seit einem Jahr an den Landungsbrücken im Hamburger Hafen lebt.

Beverly Hoffmann
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Foto: Projektoffice - Nutzung und Verwendung lt. IPTC (hires auf Anfrage)

Aufruf: Stimmen Sie ab, helfen Sie mit ! Wohnen ist ein Menschenrecht ! Deshalb soll der Hamburger Senat dafür Sorge tragen, dass Obdachlose menschenwürdige Unterkünfte bekommen und die Chance auf eine eigene Wohnung. Leerstand darf sich nicht mehr lohnen. Der nächste Senat soll Maßnahmen ergreifen, um Langzeit-Leerstand zu verhindern. Der Senat muss dafür Sorge tragen, dass es in Hamburg genügend bezahlbare Wohnungen gibt und keine Altmieter vertrieben werden.

www.hinzundkunzt.de/das-projekt/tu-was-dagegen/
www.mhmhamburg.de
www.maxbryan.com

Held des Monats: Barkassenbetreiber rettet Obdachlosen vor Winterkälte !
Ein Vorbild für die Aktion gegen Leerstand und Wohnungslosigkeit von Hinz&Kunzt in Hamburg

 
 
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