Diese Schilder lassen die Mundwinkel jedes Autofahrers nach unten sinken, wenn er gerade sein Auto parken möchte: Park- und Halteverbotsschilder machen das Parken in der Großstadt oft mühselig. Doch was ist eigentlich genau der Unterschied zwischen Park- und Halteverbot.
Zunächst sollte der Autofahrer genau wissen, welches Schild zum Halte- und welches zum Parkverbot gehört. Ganz einfache Eselsbrücke: Ist das runde Schild mit rotem Kreis auf blauem Untergrund nur mit einem Strich durchkreuzt, gilt hier ein Parkverbot. Zwei Striche bedeuten Halteverbot.
Und was ist nun der Unterschied. Einfache Faustregel – bei einem Strich können Sie beim Parken Ihr Auto bis zu drei Minuten abstellen. Denn im Gesetz ist verankert, dass man erst ab drei Minuten von Parken spricht. Heißt, schnell beim Bäcker die Brötchen holen oder die Kinder bei der Schule absetzen, geht im Parkverbot.
Beim Halteverbot (zwei durchkreuzte Striche) ist Anhalten überhaupt nicht erlaubt. Sprich: Selbst das Brötchenholen kann somit zu einem teuren Spaß werden – Parken in diesen Bereichen ist somit immer mit dem Risiko verbunden, tief in die Tasche greifen zu müssen, auch wenn das Auto nur eine Minute an dieser Stelle geparkt wird.
Noch einmal kurz zusammengefasst: Im Grunde genommen ist der Unterschied zwischen Parkverbot und Halteverbot ganz schnell erklärt: In Bereichen, in denen ein Parkverbot existiert, ist lediglich das Parken verboten – das Halten jedoch nicht. Dies bedeutet, dass man sein Fahrzeug nicht abstellen und dann für längere Zeit nicht wiederkehren kann. Halten ist hingegen erlaubt, was letzten Endes bedeutet, das Fahrzeug bis zu drei Minuten lang abstellen zu dürfen. So lange man nicht länger als drei Minuten hält, parkt man nicht. Im Halteverbot ist auch das Halten verboten: So gesehen darf man mit seinem Fahrzeug überhaupt nicht stoppen und gezielt anhalten.
Besonders in Großstädten und Touristenzentren wie beispielsweise in Warnemünde sind sowohl Halte- als auch Parkverbotsbereiche gekennzeichnet. Sollten Sie in Warnemünde parken wollen, schauen Sie genau auf die Schilder. Denn eins ist Fakt im Fischerdörfchen vor den Toren Rostocks. Das Ordnungsamt ist Parksündern hier sehr auf den Fersen – Tag und Nacht.
Doch wo kann ich sicher in Warnemünde parken, wenn ich beispielsweise zum Strand möchte. Ganz einfach: Es gibt für Tagestouristen mehrere große Parkplätze am Ortseingang, von wo aus der Strand mit dem Bus schnell erreicht werden kann. Zudem bietet sich die Möglichkeit, in Parkhäusern und Tiefgaragen (Hotel Neptun) sein Auto in Warnemünde parken zu können.
Fakt ist aber auch:
In Warnemünde parken ist teuer – zumindest strandnah. Im Durchschnitt kostet in Warnemünde parken hier 1,50 Euro pro Stunde – in der Badesaison kann es noch deutlich teurer werden.
Am teuersten ist es aber auch in Warnemünde parken zu wollen, wenn man weder einen Parkschein gelöst hat oder sein Auto im Halteverbot abgestellt hat. Hier kann es sogar vorkommen, dass Ihr Auto abgeschleppt wird. Keine Seltenheit in Warnemünde.
Deshalb sollte man sich im Vorfeld lieber genau informieren beziehungsweise vor dem Parken oder Halten die Augen genau offen halten, damit man auf Nummer sicher gehen kann. Schließlich wäre es ärgerlich, wenn man gegen eine Verkehrsregel verstößt und deshalb eine Strafe erhält. Da ist es einfach besser, wenn man kurz die Situation überprüft, um unnötige Schwierigkeiten zu vermeiden.