Dieses sehr häufig auftretende Symptom begleitet zumeist alle akuten Infektionskrankheiten der Atemwege, aber auch andere Infektionen wie zum Beispiel Scharlach. Sie können nach mechanischer Reizung wie dem Erbrechen, oder nach dem Inhalieren von Dämpfen oder Staub auftreten. Mit den Halsschmerzen sind meist auch Schluckbeschwerden verbunden.
Nicht jeder Halsschmerz ist eine Angina. Beim Auftreten von Belägen in der Rachengegend spricht man von einer vereiterten Angina. Diese wird meist durch Bakterien ausgelöst. Obwohl eitrige Anginen meist harmlos verlaufen, sollten diese immer einem Arzt vorgestellt werden, um mögliche Spätkomplikationen verhindern zu können. Bei Schwellungen im Rachenbereich ist das Zäpfchen am Ende des Rachens oft nicht zu sehen. Das ist eine harmlose Folge der Schwellung in der Rachenregion.
Bei langer Bettruhe können Halsschmerzen auch durch den Druck der zurückgelegten Zunge auf die Rachenwand ausgelöst werden. Neben den Rachenmandeln können auch die Gaumenmandeln von entzündlichen Veränderungen betroffen sein. Die Gaumenmandeln sind ohne Hilfsmittel nicht sichtbar. Deren Schwellung oder Wucherung führt zu der bekannten näselnden Sprache, den Polypen.
Die Behandlung von eitrigen Entzündungen hat durch den Arzt zu erfolgen. Keinesfalls sollte eine Antibiotische Therapie mit Medikamenten, die man vielleicht in einer
Internetapotheke gekauft hat, oder die aus alten Beständen übergeblieben sind verwenden, ohne sich vorher einer gründlichen ärztlichen Untersuchung zu unterziehen.
Gurgeln mit stark reizenden Mitteln kann unter Umständen die Beschwerden sogar noch verstärken. Kamille-Spülungen sind empfehlenswert, man muss bei der Benutzung allerdings ein wenig aufpassen, denn bei zu häufiger Anwendung kann es zum Austrocknen der Schleimhaut kommen. In Versand Apotheken und Onlineapotheken erhältliche Lutschtabletten enthalten schleimhautwirksame Betäubungsmittel, die den akuten Schmerz dämpfen.
Dies sind zwar keine Heilmittel, können den Schmerz aber doch immens lindern. Die oft empfohlene und praktizierte Anwendung von heißen Umschlägen ist nicht zweckmäßig. Die Entzündung kann dadurch sogar verstärkt werden. Hingegen bringen feuchtwarme oder auch kühle Wickel um den Hals oft Erleichterung. Bei Halsschmerzen sollte man möglichst breiige Nahrung zu sich nehmen, die nicht zu stark gewürzt ist. Getränke sollten lauwarm sein. Rauchen sollte generell unterlassen werden. Bei Halsentzündungen sind natürliche Heilkräuter auch eine tolle Alternative. Empfehlenswert ist eine Gurgellösung mit einem Kräutertee aus Thymian, Salbei oder Gelbwurzel.
All diese Kräuter haben eine antiseptische Eigenschaft und sind daher äußerst hilfreich. Bei der Gelbwurzel ist allerdings Vorsicht geboten. Diese sollte nur in kleinen Mengen verwendet, und in der Schwangerschaft gar nicht genutzt werden. Eine Mischung aus Eibisch-Tee beruhigt den schmerzhaft entzündeten Hals. Außerdem sollte man nicht nur viel Wasser trinken, sondern auch viel Kräutertee.